Unternehmen kündigt strategische Entscheidungen an Wird die Gauselmann-Gruppe eine Familienstiftung?

Espelkamp (WB/in). Bei der Gauselmann-Gruppe kündigen sich weitreichende strategische Entscheidungen an. Der Konzern hat für diesen Freitag zu einer Pressekonferenz eingeladen, in der die Espelkamper Unternehmerfamilie über die neuen Strukturen berichten werde. 

Paul Gauselmann wird gern der »Spielekönig« genannt. Seine Unternehmensgruppe beschäftigt knapp 8000 Mitarbeiter.
Paul Gauselmann wird gern der »Spielekönig« genannt. Seine Unternehmensgruppe beschäftigt knapp 8000 Mitarbeiter. Foto: Oliver Schwabe

In früheren Gesprächen mit dieser Zeitung hat der Gründer, Mehrheitseigentümer und Vorstandsvorsitzende Paul Gauselmann (81) bereits auf die Möglichkeit einer Familienstiftung als Trägergesellschaft hingewiesen. Entsprechende Spekulationen wollte das Unternehmen am Dienstag aber weder bestätigen noch dementieren.

Die Gauselmann-Gruppe hat 2014 einen konsolidierten Umsatz von 1,3 (Vorjahr: 1,2) Milliarden Euro erwirtschaftet. Das Unternehmen stellt nicht nur Spielautomaten her, sondern engagiert sich auch bei Sportwetten und betreibt darüber hinaus unter dem Markennamen »Merkur« selbst Spielotheken. Von den knapp 8000 Beschäftigten, davon 5800 im Inland, arbeiten 1700 am Stammsitz in Espelkamp sowie in Lübbecke.

Paul Gauselmann hat sich nach der Schule zunächst zum Fernmelderevisor ausbilden lassen. 1964 kündigte er bei der Espelkamper Technologiegruppe Harting und machte sich selbstständig. Mitte der 70erJahre eröffnete in Delmenhorst bei Bremen die erste Merkur-Spielothek. Heute betreibt Gauselmann 500 Filialen in zehn europäischen Ländern.

Paul Gauselmann ist amtierender Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Automatenindustrie. Das Ehepaar Gauselmann hat vier Söhne und neun Enkelkinder.

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