Unterbringung für 60 weitere Flüchtlinge soll im Januar fertig sein – Kosten etwa 400.000 Euro Neue Wohncontainer auf dem Festplatz

Espelkamp (WB). Stadt und Politik haben auf die unverändert hohen Flüchtlingszahlen in Espelkamp reagiert. Auf dem Festplatz an der General-Bishop-Straße wird derzeit eine weitere Container-Wohnanlage für Asylbewerber errichtet.

Die Arbeiten an den Containerwohnungen  auf dem Festplatz sind in vollem Gang. Seit zwei Tagen entstehen dort für 60 Asylbewerber neue Wohncontainer. Die Arbeiten sollen  im Januar des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Derzeit leben in Espelkamp   mehr als 370 Flüchtlinge.
Die Arbeiten an den Containerwohnungen auf dem Festplatz sind in vollem Gang. Seit zwei Tagen entstehen dort für 60 Asylbewerber neue Wohncontainer. Die Arbeiten sollen im Januar des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Derzeit leben in Espelkamp mehr als 370 Flüchtlinge. Foto: Arndt Hoppe

Die mobile Wohnanlage soll insgesamt 60 Menschen beherbergen können, wie Torsten Siemon, Pressesprecher der Stadt Espelkamp, im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT erklärte. »Bezugsfertig soll die Anlage im Januar sein.« Genauere Angaben konnte Siemon noch nicht machen.

Die Stadt habe verschiedene Standorte diskutiert, wo man sich ein weiteres Übergangswohnheim für Flüchtlinge habe vorstellen können. Auch der Platz an der  Bahnhofsrampe sei im Gespräch gewesen. Doch der sei nicht groß genug gewesen.  Letztlich  fiel die Wahl auf den Festplatz am Ortseingang. »Wir haben dort Strom vor Ort. Es gibt Wasser- und Abwasseranschlüsse«, erklärte Siemon weiter. Darüber hinaus sei der Platz  befestigt und man habe seitens der Stadt keine Asphaltierung mehr vornehmen müssen.

Wohncontainer hat die Größe 40 mal 15 Meter

Die Wohncontainer haben eine Größe von 40 mal 15 Metern. Es entstehen 20 Wohneinheiten für jeweils drei Personen. Damit werde  auch die Ina-Seidel-Schule als Unterbringungsmöglichkeit entlastet, erklärte der Stadtpressesprecher. Dort seien  die Lebensbedingungen nicht so gut. Denn in der Schule müssten sich deutlich mehr Menschen einen Klassenraum zum Wohnen und Schlafen teilen.
In dem neuen Übergangswohnheim am Festplatz gebe es unter anderem einen Gemeinschaftsraum, einen großen Aufenthalts-  sowie einen Hauswirtschaftsraum. Das bedeute auch, dass sich die Flüchtlinge in den Containern selbst versorgen könnten und nicht, wie in der Ina-Seidel-Schule, auf Catering angewiesen seien.

Darüber hinaus seien rund um den Festplatz auch sehr gute Einkaufsmöglichkeiten gegeben, sagte Siemon.  Nicht zuletzt sei der Festplatz eine städtische Fläche, so dass es keine großen Verhandlungen gab.

Priorität hat der Aufbau der Container

Derzeit werden mit Lastwagen  die Elemente der Wohncontainer  zum Festplatz gebracht. Die Einzelteile werden vor Ort zusammengebaut.  Wie lange das Übergangswohnheim am Ortseingang stehen bleiben soll, konnte Siemon noch nicht sagen. Priorität habe zunächst einmal gehabt,  die Container aufzubauen.

Was mit den traditionellen Veranstaltungen  wie  dem Osterfeuer auf dem Festplatz oder auch den Zirkusveranstaltungen geschehen soll,  wusste Siemon auch noch  nicht.  Dafür bot der Festplatz immer das passende Ambiente. Denkbar sei es, so Siemon weiter, dass man das Osterfeuer etwas weiter nach hinten verlegt. »Das ist aber noch nicht entschieden.«  Über solche gesellschaftlichen Veranstaltungen gebe es aber natürlich die Gelegenheit, die Flüchtlinge besser zu integrieren.

Insgesamt, so Siemon, koste die Anlage etwa 400 000 Euro. »Container sind eine teure Lösung. Der Aufbau ist nicht das Problem. Aber es wird mit Strom geheizt. Und die Isolierung ist auch nicht so toll.«

Im vergangenen Monat kamen  107 Flüchtlinge nach Espelkamp (wir berichteten am 4. Dezember). Derzeit beträgt die Gesamtflüchtlingszahl in diesem Jahr  376.