Einsendeschluss für Kurzfilmfestival abgelaufen – Karten demnächst im Vorverkauf erhältlich – Prominente Filmjury 194 Filme sind im »Spitziale«-Rennen

Espelkamp (WB). Die Vorbereitungen für die »Spitziale«, Espelkamps erstes Kurzfilmfestival, treten in die heiße Phase ein. Der Einsendeschluss für die Festivalbeiträge ist abgelaufen, 194 Filme eingereicht worden. Bevor am 17. Oktober zum ersten Mal die »Espelkamper Spitze« verliehen wird, steht dem Organisationsteam noch viel Arbeit bevor.

Von Arndt Hoppe
Günter und Stefan Fröhlich haben die Idee zum Espelkamper Kurzfilmfestival »Spitziale« gehabt. Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen. Nun werden die eingesandten Werke gesichtet.
Günter und Stefan Fröhlich haben die Idee zum Espelkamper Kurzfilmfestival »Spitziale« gehabt. Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen. Nun werden die eingesandten Werke gesichtet. Foto: Arndt Hoppe

»Bis zum 15. September wollen wir aus den Einsendungen die besten 20 herausfiltern«, sagt Stefan Fröhlich, selbstständiger Filmemacher, der zusammen mit seinem Vater Günter die Idee für die »Spitziale« hatte und die Veranstaltung organisiert. »Wir«, das sind etwa ein Dutzend Beteiligte – Mitglieder des Organisationsteams, Filmbegeisterte und -profis – die die insgesamt 34 Stunden Film anschauen und die Vorauswahl treffen.

Fiktion in maximal 20 Minuten

Mit der Zahl der Einsendungen zeigt sich Stefan Fröhlich zufrieden. »Ich hatte von Anfang an mit etwa 200 Beiträgen gerechnet«, sieht er seine Annahme bestätigt.  Aber nicht jeder der Beteiligten müsse sich alle 194 Filme anschauen. »Es wurden Gruppen gebildet, die jeweils eine gewisse Anzahl sichten. Es wird aber immer so sein, dass möglichst viele gemeinsam entscheiden, ob ein Film in die engere Auswahl kommt, oder nicht«, erklärt er das Verfahren.

Obwohl in der Ausschreibung für die »Spitziale« festgelegt war, dass nur Einsendungen aus Deutschland berücksichtigt werden, haben sich auch ausländische Filmemacher beworben. »Es sind welche aus Kanada, Brasilien, England, Belgien, Frankreich und der Schweiz dabei. Und wir müssen jetzt überlegen, wie wir damit umgehen«, erklärt Günter Fröhlich. Einige dieser Werke seien durchaus vielversprechend. »Nun müssen wir entscheiden, wie streng wir dieses Kriterium handhaben.«

Einige der Einsendungen fallen heraus, weil sie andere Anforderungen nicht erfüllen. Gefordert waren szenische Filme mit fiktionaler Handlung in einer Länge von höchstens 20 Minuten. »Musikvideos zum Beispiel werden nicht zugelassen«, sagt Stefan Fröhlich. »Wir schauen auf jeden Fall alle Filme an, egal ob aus Deutschland oder aus dem Ausland.« Sicher sei, dass mit den eingesandten Arbeiten eine große Bandbreite abgedeckt ist. Verschiedene Genres und Inhalte vom Animationsfilm bis hin zum Experimental-Projekt seien vertreten.

Professionelles Niveau

Die meisten Beiträge seien auf einem professionellen Niveau, oft Abschlussarbeiten von Studenten, nur wenige stammten von reinen Amateuren. »Manche Einsender haben bei der Produktion keine Kosten und Mühen gescheut und sehen schon nach einem ganz ordentlichen Budget aus«, sagt Stefan Fröhlich. Einige Arbeiten seien von der Film- und Medienstiftung oder der Hamburger Medienförderung unterstützt worden – ein Film  gar vom TV-Sender Arte.  »Es sind auffällig viele Filmemacherinnen dabei, die auch speziell weibliche Themen aufgreifen«, merkt Günter Fröhlich an. Auch das Ziel, (junge) Filmer aus der Region anzusprechen, ist offenbar erreicht worden. Einige Bewerber etwa kämen aus Bielefeld oder Herford.

Neben der künstlerischen Seite haben die Veranstalter noch viel Organisatorisches zu erledigen, bis das mehrtägige Festival steigen kann. »Wir haben einen Gesamtetat von 20.000 Euro angesetzt«, sagt Günter Fröhlich. Viele Sponsoren seien kontaktiert worden, aber man freue sich über alle Filmbegeisterten, die das Projekt unterstützen wollen. »Das können auch Kleinspenden sein«, sagt er.  »Wir würden es auch begrüßen, wenn Geschäftsleute an der Breslauer Straße begleitende Aktionen anbieten, damit das Festival richtig in Espelkamp eingebunden ist.«

Das Programm der beiden Festival-Tage steht bereits  im Groben fest. So sind am Freitag, 16. Oktober, und Samstag, 17. Oktober, jeweils zwei Filmblocks vorgesehen, damit alle 20 Wettbewerbsfilme gezeigt werden können. Nach dem vierten Block erfolgt am Samstagabend die Verleihung der »Espelkamper Spitze«, der Trophäe  in Form eines kleinen Spitz-Hundes. An beiden Tagen ist ein Begleitprogramm angedacht, zu dem »Klatsch & Tratsch im Scheinwerferlicht« und ein »Star-Frühstück« gehören.

Prominente Juroren

Prominenz wird in Person der namhaften Schauspieler Horst Janson, Sven Tiemann und Marian Kindermann anwesend sein. Sie konnten   als Juroren gewonnen werden. »Wir arbeiten daran, noch zwei weitere bekannte Persönlichkeiten für die Jury zu gewinnen«, sagt Stefan Fröhlich.

Da das Elite-Kino nur eine begrenzte Zahl von Sitzplätzen hat,  empfiehlt er, den Vorverkauf zu nutzen. »Den Vorverkaufsstart werden wir rechtzeitig bekannt geben.« Zur großen After-Show-Party am Samstagabend im Bürgerhaus sind dann alle Interessierten eingeladen. »Sie dient als krönender Abschluss und gibt den Beteiligten die Gelegenheit zum Austausch und zum Netzwerken.«

Mehr Infos zum Kurzfilm-Festival gibt es auf der Website der »Spitziale« .

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