Nepal-Hilfe des Unternehmens Tönsmann nach dem Erdbeben: 100 Dächer für den Neubau von Häusern finanziert Große Spendenbereitschaft der Bürger

Espelkamp (WB). Das Erdbeben in Nepal hat die Weltgemeinschaft erschüttert. Viele tausende Menschen sind ums Leben gekommen. Zahllose Häuser wurden zerstört. Das Espelkamper Teppichunternehmen hat aufgrund seiner engen Beziehungen nach Nepal Ende April eine Spendenaktion initiiert (die ESPELKAMPER ZEITUNG berichtete am 28. April).

Die Hilfe durch das Espelkamper Teppichunternehmen Tönsmann ist angekommen. 100 Dächer aus Zink konnten durch die Spenden finanziert werden. Nun will das Espelkamper Unternehmen noch eine Schule in Nepal beim Wiederaufbau unterstützen.
Die Hilfe durch das Espelkamper Teppichunternehmen Tönsmann ist angekommen. 100 Dächer aus Zink konnten durch die Spenden finanziert werden. Nun will das Espelkamper Unternehmen noch eine Schule in Nepal beim Wiederaufbau unterstützen. Foto: privat

Und die  Hilfsbereitschaft für die Erdbebenopfer in Nepal ist groß gewesen. Dies jedenfalls erklärte gestern Rita Obermeier,  Öffentlichkeitsreferentin des Unternehmens, im Gespräch mit der ESPELKAMPER ZEITUNG. 

»Unsere Freunde und Kunden des Hauses  Tönsmann haben bisher 6000 Euro gespendet und davon konnten wir 100 Dächer für Nepal beschaffen«, sagte Obermeier. Ihr ist die Freude über die gelungene Aktion deutlich anzumerken.

Denn die Zeit drängt.  Der Monsun stehe  vor der Tür und viele Menschen dort hätten immer noch kein Dach über dem Kopf. Dies jedenfalls gehe aus den Schilderungen von   Sanjay Kumar Singh hervor. Er ist einer der  Vertreter des Unternehmens Tönsmann in Nepal und er gehört zu einer der Familien, die das traditionelle Knüpferhandwerk in dem kleinen Himalaja-Staat ausüben.

Auf Englisch schilderte er in einer E-Mail an das Haus Tönsmann  die Zustände in dem kleinen Staat. Und auch darin wird das Ausmaß der Zerstörung  und  der Not in der Bevölkerung deutlich. Singh beschreibt auch, dass die Zink-Dächer, die  durch die Tönsmann-Spenden  finanziert werden konnten, angekommen sind. »Zehn Tage nach der Bestellung der Zinkdächer  sind diese in Battar  angekommen.«  Mit einem Allradfahrzeug ist Singh dann mit Freunden losgefahren.  

Noch jetzt sind sie von den Anblicken auf dem Weg nach Battar schockiert. »Über  98  Prozent der Häuser sind beschädigt.  Viele Menschen leben in Zelten. Viele Häuser, die noch stehen, müssen aufgrund der Beschädigungen dennoch abgerissen werden.«

Singh und seine Helfer erledigten die Formalitäten  mit den Regierungsstellen, die sich als teilweise sehr langwierig herausstellten. Als dann endlich die Hilfe vor Ort – unter anderem  in Nuwakot  – eingetroffen ist, war die Freude groß. »Die Menschen waren wirklich froh uns zu sehen.« Singh habe kurz vor Fertigstellung der E-Mail an das Haus Tönsmann mit der Region noch einmal Kontakt aufgenommen.  »Die Menschen, denen wir geholfen haben, haben damit begonnen, ihre Häuser wieder aufzubauen.  Das ist der Moment gewesen, wo wir gemerkt haben, dass wir wirklich etwas für diese Menschen getan haben«, schreibt Singh weiter.

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