Stadtmarketingverein für 2015 gut aufgestellt – Piratenfest auf dem Anger – Weihnachtsmarkt ein Erfolgsmodell  Neue Strategien entwickeln 

Espelkamp (WB). Mit viel Schwung und neuen Ideen geht der Stadtmarketingverein in das neue Jahr. Und da warten ein Seeräuber-Sonntag und bunte Verteilerkästen auf die Bürger.

Von Felix Quebbemann
Die Spitze des Stadtmarketingvereins sieht sich für das gerade begonnene Jahr gut aufgestellt. Präsidentin Anneliese Meyer (von links), André Siemers, Geschäftsführer Reinhard Schumacher, Hans-Jörg Schmidt und Dominik Bulinski.
Die Spitze des Stadtmarketingvereins sieht sich für das gerade begonnene Jahr gut aufgestellt. Präsidentin Anneliese Meyer (von links), André Siemers, Geschäftsführer Reinhard Schumacher, Hans-Jörg Schmidt und Dominik Bulinski.

Hans-Jörg Schmidt, stellvertretender Vorsitzender, zeigte sich im Gespräch zunächst mit dem abgelaufenen Jahr mehr als zufrieden. Die Veranstaltungen seien gut besucht gewesen.

Heraus hob er unter anderem »Espelkamp kommt ins Gespräch« mit einem ehemaligen Geheimagenten als Referenten. »Diese Veranstaltung soll mit hohem Niveau fortgeführt werden.« In diesem Jahr wird das »Espelkamp-Gespräch« ausgerichtet von der Firma Wepatronic und der Aufbaugemeinschaft – am 12. Februar im Neuen Theater. Allzu viel wollten die Verantwortlichen noch nicht verraten, aber es wird ein Motivationstrainer erwartet.

»Die Innenstadt haben wir 2014 verstärkt ins Visier genommen und da war die Gründung der Immobilien- und Standortgemeinschaft nur logisch«, sagte Schmidt. Er blickte kurz auf den Weggang des ehemaligen Vorsitzenden Heiner Brockhagen. »Das hat 2014 geprägt. Wir wollten bewusst nicht sofort einen neuen Vorsitzenden wählen, um erst einmal über Strategien nachzudenken und zu schauen, wie der Marketingverein künftig aufgestellt werden soll.«

Für 2015 ist unter anderem ein neuer Auftritt im Internet vorgesehen. »Die neue Homepage soll voraussichtlich zum Februar online gehen.«

André Siemers, Vorsitzender der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG), sagte, dass die ISG-Gründungsversammlung ein großer Erfolg gewesen sei. Für das Bänkeprojekt seien die Sitzgelegenheit bereits bestellt und es werde Anfang des Jahres angefangen, diese in der City aufzustellen.

Mit einer frischen Idee kommt die Veranstaltung »Espelkamp spielt verrückt« am 9. August daher. Denn das wird in diesem Jahr ein Piratenfest werden. »Es dreht sich alles rund um das Thema Piraten«, sagte Siemers. So erhalten Kinder und Jugendliche bei Durchlaufen des Parcours Schlüssel, mit denen sie nachher eine Schatztruhe öffnen können. Dominik Bulinski, Sachgebietsleiter Stadtmarketing in der Verwaltung, erklärte, dass der Fokus für das »verrückte Fest« zunächst nur auf dem Sonntag liege. Ausschließen wolle der Marketingverein jedoch einen musikalischen Act am Samstagabend noch nicht.

Bulinski sagte zudem, dass der Stadtmarketingverein die Idee der mit Fotos geschmückten Verteilerkästen in der Innenstadt weiter verfolge. Ein Anschlussprojekt an die durch die Stadt initiierte und in Umsetzung befindliche Aktion zur Verschönerung der Verteilerkästen sei derzeit in der Entstehungsphase. Ansprechpartner für eine Fortsetzung seien die Strom-Unternehmen. Die Idee sei in ersten Gesprächen positiv angenommen worden. »Wir gehen davon aus, dass es funktioniert.«

Strategisch wolle sich der Stadtmarketingverein in diesem Jahr mit einem weiteren Handlungsfeld auseinandersetzen. Es deute einiges darauf hin, dass dies das Feld »Arbeit & Wirtschaft« sein werde, sagte Schmidt. Dies sei ein starkes Handlungsfeld. Dabei könnten zum Beispiel Arbeitgeber danach befragt werden, was man tun könne, um Arbeitnehmer dazu zu bringen, sich in Espelkamp noch stärker zu engagieren.

Ein Anziehungspunkt ist Espelkamp allemal. Schmidt erklärte, dass die derzeitige Nachfrage nach Mietwohnungen in Espelkamp »irre ist. Wir haben einen Leerstand von unter einem Prozent. Das ist ein Indiz dafür, dass Espelkamp boomt«.

Großveranstaltungen wie der Automarkt oder das City-Fest seien Erfolgsmodelle und würden nicht verändert werden. Begeistert zeigte sich der Stadtmarketingverein vom Erfolg des Weihnachtsmarktes. Dort müsse man sich fragen, wie man dem »Erfolg im Rahmen der Grenzen gerecht werden kann«. Durch die selbst gesteckte Begrenzung auf den Grünanger, »haben wir eine hohe Akzeptanz bekommen«, so Schmidt. Daher stelle sich die Frage, ob es überhaupt notwendig sei, in den nächsten Jahren zu wachsen.

Der Weihnachtsmarkt sei in den vergangenen vier bis fünf Jahren ein Erfolgsmodell geworden. »Wir wollen da auf Gemütlichkeit setzen. Das Konzept ist so gut aufgegangen. Daher müssen wir uns die Frage stellen, ob wir uns überhaupt verändern wollen«, sagte der stellvertretende Vorsitzende Hans-Jörg Schmidt.

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