Achim Wilmsmeier formuliert Erwartungen an Gesprächsrunde zu Tourismuskonzept »Bürger erwarten etwas Greifbares«

Bad Oeynhausen (WB).  Nach dem aus dem Ruder gelaufenen Einstieg in die Diskussion über ein neues Tourismuskonzept für Bad Oeynhausen Anfang März sucht Bürgermeister Achim Wilmsmeier erneut das Gespräch mit den Bürgern. Im Vorfeld der Veranstaltung an diesem Donnerstag um 18 Uhr in der Wandelhalle stellt er sich den Fragen von Redakteur Malte Samtenschnieder.

Die Fontaine des Jordansprudels gilt als ein Wahrzeichen von Bad Oeynhausen. Ideen zur künftigen Nutzung der Sole aus der größten kohlensäurehaltigen Thermalsolequelle der Welt spielen bei der Diskussion über eine neues Tourismuskonzept eine wichtige Rolle.
Die Fontaine des Jordansprudels gilt als ein Wahrzeichen von Bad Oeynhausen. Ideen zur künftigen Nutzung der Sole aus der größten kohlensäurehaltigen Thermalsolequelle der Welt spielen bei der Diskussion über eine neues Tourismuskonzept eine wichtige Rolle. Foto: Malte Samtenschnieder/Archiv

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die zweite Bürgerveranstaltung zum neuen Tourismuskonzept an diesem Donnerstag?

Achim Wilmsmeier: Ich wünsche mir, dass wir am Donnerstagabend wirklich mit den Bürgern ins Gespräch kommen können. Wir sind offen für Kritik und Anregungen. Rückblickend ist es schade, dass diese Dialogbereitschaft bei der ersten Veranstaltung Anfang März nicht wirklich deutlich geworden ist. Ich hoffe, dass Bürgerinnen und Bürger verschiedenster Interessen am Donnerstag dabei sein werden und uns ihre Ideen vortragen und erklären. Und in manchen Punkten können wir den Abend nutzen und für eigene Ideen werben. Im Miteinander können wir dann nachhaltige Lösungen finden, die am Ende auf eine möglichst breite Zustimmung stoßen.

Wie wollen Sie erreichen, dass – anders als bei der ersten Veranstaltung im März – diesmal eine konstruktive Diskussion mit verwertbaren Ergebnissen zustande kommt?

Wilmsmeier: Die Veranstaltung im März war von zu langen Impulsen geprägt, in denen wie in der Schule vorgetragen wurde. Die Arbeit in den einzelnen Gruppen kam dadurch viel zu kurz. Diesmal bekommen die Bürger mehr Raum und Gelegenheit, ihre Vorstellungen in Gruppenarbeit vorzustellen und zu erläutern. Und wir beschränken uns dieses Mal im Wesentlichen auf die Themen Kurpark, das Heilbad im Allgemeinen und das Prädikat Heilbad.

Nach der ersten Veranstaltung haben Sie dazu aufgefordert, Anregungen für das neue Tourismuskonzept an das Staatsbad zu schicken. In welchem Umfang haben die Bürger von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht?

Wilmsmeier: Es sind einige ernstzunehmende Vorschläge eingegangen, die wir bei unserer weiteren Arbeit berücksichtigen werden. Aber tatsächlich hatten wir mehr Rückmeldungen erwartet.

Der Verein Agora hat auch zwei Informationsveranstaltungen im Zusammenhang mit dem Tourismuskonzept durchgeführt. Wie stehen Sie dazu?

Wilmsmeier: Das ehrenamtliche Engagement des Vereins Agora für Kultur und Gesellschaft kann ein guter Beitrag im Rahmen unserer Diskussion sein. Der Verein hat meines Erachtens sehr klare Vorstellungen zur Entwicklung des Heilbades. Insgesamt muss es uns darum gehen, mehrheitsfähige Lösungen zu finden, die dann in der Praxis auch möglichst viele Menschen ansprechen. Dabei müssen wir natürlich die Kurgäste unserer Stadt im Blick haben, aber eben auch junge Familien, für die Bad Oeynhausen Wohn- und Arbeitsort, also der Lebensmittelpunkt, ist. Das alles unter einen Hut zu kriegen, ist sicher nicht einfach. Deshalb müssen wir ja alle miteinander reden, um eine nachhaltige Lösung zu finden.

Wie geht es nach der zweiten Bürgerveranstaltung weiter? Was sind die nächsten Schritte?

Wilmsmeier: Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass irgendwann auch mal etwas Greifbares herauskommt. Deshalb wollen wir am Donnerstag zunächst sammeln, welche Vorschläge aus der Bürgerschaft kommen. Gleichzeitig werden wir sicher unsere eigenen Ideen transparent erläutern und da, wo es möglich ist, mit den Gästen der Veranstaltung Gemeinsamkeiten ausloten. Vielleicht ergeben sich daraus ja noch weitere Teilaspekte, zu denen wir separate Bürgerbeteiligungen starten. Schön wäre es, wenn wir aus der Veranstaltung am Donnerstag viele Punkte mitnehmen könnten, die wir dann in die politische Beschlussfassung bringen können. Das sollte ja generell das Ziel einer solchen Bürgerbeteiligung sein.

Geplanter Ablauf der Veranstaltung

Die Informations- und Diskussionsveranstaltung zum aktuellen Stand und zur Zukunft des Heilbades beginnt an diesem Donnerstag um 18 Uhr in der Wandelhalle. Unter der Leitung von Moderator Dr. Tom van de Loo, Leiter des Immanuel-Kant-Gymnasiums, werden Bürgermeister Achim Wilmsmeier, Rolf von Bloh, stellvertretender Vorsitzender des Heilbäderverbandes NRW, Dirk Henschel, Betriebsleiter Eigenbetrieb Staatsbad, sowie Peter Adler, Geschäftsführer der Staatsbad GmbH, sowohl zum Prädikat Heilbad als auch zum Umgang mit dem Heilmittel Auskunft geben. Auf Basis dessen sind die Bürger eingeladen, in einer Arbeitsphase Ideen und Anregungen einzubringen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.