Angebot für achte und neunte Klassen: Info-Börse an der Realschule Süd 92 Berufe auf dem Prüfstand

Bad Oeynhausen (WB). Was will ich einmal werden? Unter dieser Fragestellung haben sich die Schüler der achten und neunten Klassen der Realschule Süd am Donnerstag in der Aula ihrer Schule mit Unternehmensvertretern austauschen. Der Andrang zur Berufsinformationsbörse war groß.

Von Wilhelm Adam
Die Mädchen und Jungen richten zahlreiche Fragen rund um mögliche zukünftige Berufe an die Vertreter der Unternehmen. Im Bild sind (von links) Kevin Walger (14), Luis Beck (13), Emily Böhm (13), Lorita Andijai (14) und Talica Drescher (14).
Die Mädchen und Jungen richten zahlreiche Fragen rund um mögliche zukünftige Berufe an die Vertreter der Unternehmen. Im Bild sind (von links) Kevin Walger (14), Luis Beck (13), Emily Böhm (13), Lorita Andijai (14) und Talica Drescher (14). Foto: Wilhelm Adam

Acht Firmen und Institutionen geben Auskunft

Die Börse gab es zum dritten Mal an der Schule. »92 Berufe können die Schüler heute kennenlernen«, erklärte Nicole Garz. Sie ist Berufswahlkoordinatorin der Schule. Vertreter aus acht Einrichtungen waren erschienen, um den Mädchen und Jungen eine breite Auswahl von sozialen, handwerklichen oder technischen Berufsfeldern vorzustellen, in denen sie später einmal tätig sein könnten.

Mit einem Fragebogen ausgerüstet tummelten sich die Jugendlichen an den Ständen – von der Bundeswehr über die Sparkasse, und den Wittekindshof bis hin zur Firma Wago aus Minden.

Schüler auf die Gespräche gut vorbereitet

In welchem Zeitraum sich Bewerber am besten bei einem Unternehmen melden, ob es Einstellungstests gibt oder welcher Schulabschluss für einen Beruf erforderlich ist, waren nur einige der Fragen der Schüler an die Unternehmen. Und die Ansprüche sind hoch: Dreieinhalb Jahre dauert zum Beispiel die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker, weil es nicht nur um das Feilen oder Sägen und die Bedienung von Maschinen geht. Vor allem mathematische Begabung und räumliches Denkvermögen sind dafür besonders wichtig, wie die Jugendlichen am Stand der Firma Wago erfuhren. Beim Fachinformatiker sind es herausragende Computerkenntnisse, die ihn zur Wartung angewendeter Programme genauso befähigen wie zur Qualitätssicherung von Produkten mit Hilfe von Software-Komponenten.

Grundsätzlich seien die Schüler mit ihren Fragen sehr gut auf die Gespräche vorbereitet, erläuterte Laura Kreutzmüller, Referentin für Ausbildung des Mindener Unternehmens Wago. »Aber natürlich gibt es auch den ein oder anderen, für den diese Börse eine Pflichtveranstaltung ist.«

An die Börse schließt sich Berufspraktikum an

Vor der Berufsinformationsbörse hatten sich die Schüler mit Hilfe einer Potenzialanalyse sowie Berufsfelderkundungstagen auf die Veranstaltung vorbereitet. Die Neuntklässler werden im Anschluss an die Börse ein Berufspraktikum absolvieren.

Sie habe sich bei ihrem Berufswunsch in ihrer Potenzialanalyse bestätigt gefühlt, berichtete die 13-jährige Emily. Vor allem Teamfähigkeit oder die Kompetenz, Konflikte lösen zu können, hätten ihr die Mitarbeiter des Bildungswerkes der Volkshochschule bescheinigt. Und so bestätigte sich für sie auch während der Berufsinfobörse der Ansatz, später bei der Polizei arbeiten zu wollen. Auch die 14-jährige Lorita fühlte sich in ihrem Berufswunsch, als Pädagogin zu arbeiten, durch die Potenzialanalyse bestätigt. Und noch etwas war für die Jugendlichen wichtig, ergänzten der 16-jährige Yannick und Ragnar, sein 15-jähriger Schulfreund. Sie streben einen handwerklichen oder technischen Beruf an. Durch die Börse erhalte man »eine erweiterte Sicht, was man einmal lernen will.« Ragnar ergänzte: »Man kann Kontakte zu den Menschen in den Unternehmen aufnehmen.« So könnten wertvolle Netzwerke entstehen, die nach der Schule wichtig werden könnten.

Damit folgten die Schüler dem Appell von Schulleiterin Anja Sprengel, den sie gleich zur Eröffnung der Börse an die Mädchen und Jungen gerichtet hatte, die in Begleitung ihrer Eltern erschienen waren: »Nutzt eure Chance!«

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