Anwohner sanieren Glockenturm an der Hedingsener Straße Neuer Anstrich für den Glockenturm

Bad Oeynhausen (WB). Der Glockenturm in Hedingsen braucht einen neuen Anstrich. Deshalb haben der Heimatverein Volmerdingsen und die Glockengemeinschaft einen professionellen Anbieter gesucht. Die Finanzierung steht jedoch noch aus – ebenso für die Umflut an der Wassermühle im Knicksiek.

Von Angelina Zander
Die Glockengemeinschaft, bestehend aus Anwohnern aus Hedingsen, kümmert sich seit vielen Jahren um den Glockenturm in Hedingsen, mit der Unterstützung des Heimatvereins Volmerdingsen: Reinhard Huchzermeier (von links), Dieter Spehr (Heimatverein), Wilhelm Ober-Sundermeyer (Heimatverein), Karl Heinz Köster und Wilfried Köster.
Die Glockengemeinschaft, bestehend aus Anwohnern aus Hedingsen, kümmert sich seit vielen Jahren um den Glockenturm in Hedingsen, mit der Unterstützung des Heimatvereins Volmerdingsen: Reinhard Huchzermeier (von links), Dieter Spehr (Heimatverein), Wilhelm Ober-Sundermeyer (Heimatverein), Karl Heinz Köster und Wilfried Köster. Foto: Angelina Zander

Dorftradition aufrecht erhalten

»Sie läutet morgens, mittags und abends. Und zu besonderen Anlässen wie Silvester oder bei Hochzeiten«, erklärt Wilhelm Ober-Sundermeyer, Kassenprüfer des Heimatvereins. »Wenn der Wind richtig steht, höre ich sie bis zum Berg«, sagt Dieter Spehr, Vorsitzender des Heimatvereins. Mit der Sanierung der Glocke wollen die Hedingsener Bürger, die die Glockengemeinschaft gegründet haben, die Dorftradition aufrecht erhalten. Denn sie gehört bereits seit vielen Jahren zum Ortsbild. Früher diente sie als Feuerglocke, um im Falle eines Brandes die Anwohner warnen zu können.

Früher die Arbeiten selbst erledigt

Schon immer hat die Glocke auf einem Holzturm gestanden. Zuletzt sei die Konstruktion Mitte der 1980er Jahre bearbeitet worden. »Wir haben sie damals neu gestrichen und mit einem Glockenwerk versehen«, erinnert sich der Kassenprüfer. Bis dahin sei sie noch von Hand geläutet worden.

Doch nach 30 Jahren ist der Rost zurückgekehrt, die Farbe bröckelt und das Dach ist etwas schmutzig geworden. Aber genauso wie die Glocke sind auch die Mitglieder nicht jünger geworden. Früher hätten sie die Arbeiten noch selbst erledigt, sagte Wilhelm Ober-Sundermeyer. Jetzt haben sie eine Firma engagiert, die den Hahn lackiert, das Dach säubert, den Turm mit Sand strahlt, grundiert und ihm einen wetterfesten Anstrich gibt.

Für die Finanzierung auf Spenden angewiesen

Sobald es die Witterung zulässt sollen die Arbeiten beginnen. Für die Finanzierung sind die Verantwortlichen jedoch auf Privatspenden angewiesen. Zur Einweihung des frisch gestrichenen Glockenturms planen die Hedingsener eine kleine Veranstaltung, bei der sie die Glocke anläuten lassen wollen.

Ein weiterer Ort, an dem in Volmerdingsen noch Handlungsbedarf ist, ist die Wassermühle im Knicksiek. Direkt hinter der Mühle lag früher ein Teich, der jetzt nur noch durch den leicht abgesenkten Boden zu erahnen ist. Für Dieter Spehr liegt das Problem im Verlauf der umliegenden Landschaft. »Von den Feldern kommt das Wasser und bringt die Erde in den Teich«, erzählt er. Bei starkem Regen fließe das Wasser einen Hang herunter und münde direkt in den Teich. Dies habe zur Folge gehabt, dass dieser nun verlandet ist. Nur ein kleiner Bachlauf weist darauf hin, dass dort einmal Wasser war.

Am Teich soll Umflut entstehen

Der Heimatverein setzt sich daher dafür ein, dass eine Umflut am Teich entsteht, die in den Bach mündet, der vor der Wassermühle liegt. Damit könne das Wasser mit der Erde am Teich vorbeigeleitet werden und dieser noch einmal ausgehoben und angelegt werden. »Die Umflutpläne sind fertig. Aber wir haben noch kein grünes Licht für das Geld«, sagt Dieter Spehr. Über die Umflut solle auch wieder eine Brücke führen, wie bereits über den Bachlauf zum Eingang der Mühle. Für Dieter Spehr ist es »eine der romantischsten Mühlen, die wir hier haben«.

Wanderwege fehlen im Tourismuskonzept

Der Heimatverein hat bereits viel Arbeit in die Wassermühle gesteckt. Vor einigen Jahren sei ein großer Teil des Bodens ausgehoben worden, um einen Zulauf mit einem Mühlrad zum Bach zu ermöglichen. Ein neues Dach sei die erste Maßnahme des Vereins zur Instandhaltung gewesen, berichtete Dieter Spehr. Das Mühlrad ist allerdings nur noch ein Schaurad und auch der Weizenstuhl im Inneren ist nicht mehr in Gebrauch.

Der Vorsitzende des Heimatvereins wies bei dieser Gelegenheit auf einen weiteren Punkt hin, den er für verbesserungswürdig hält. Denn eines vermisse er im aktuellen Tourismuskonzept: die Wanderwege. »Wir haben Wanderwege gehabt, die vom Kurpark ausgehen. Aber wir haben keine Unterstützung der Stadt bekommen, zum Beispiel beim Jordansprudelweg.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.