Plan für Kinderbecken im Siel von Bad Oeynhausen stößt im Verwaltungsrat auf Kritik Stadtwerke-Vorstand bringt neue Bad-Variante ins Spiel

Bad Oeynhausen (WB/mcs). Parallel zu den im Sportausschuss beschlossenen Plänen für den Neubau eines Vereins- und Sporthallenbades im Siel soll nun eine zweite Variante durchgerechnet werden. Wie Vorstand Andreas Schwarze am Mittwochabend im Verwaltungsrat der Stadtwerke erläuterte, erweitert sie die erste Variante um einen »angemessenen Kinderbereich, um eine frühzeitige Wassergewöhnung im Kindesalter zu ermöglichen«.

Stadtwerke-Vorstand Andreas Schwarze hat die alternative Bad-Variante ins Spiel gebracht.
Stadtwerke-Vorstand Andreas Schwarze hat die alternative Bad-Variante ins Spiel gebracht. Foto: Malte Samtenschnieder/Archiv

Mit seiner Ankündigung löste Andreas Schwarze eine lebhafte Diskussion unter den Verwaltungsratsmitgliedern aus. So fragte Dirk Büssing (CDU) den Stadtwerke-Vorstand, wie er dazu komme, die eindeutige Beschlusslage aus dem Sportausschuss abzuändern. »Da Kinderbereiche in Hallenbädern immer stärker nachgefragt werden, wollte ich das Thema auf den Tisch bringen«, antwortete Andreas Schwarze.

Dass dies mit einem Anstieg der Baukosten von 9,9 Millionen Euro auf 11,7 Millionen Euro verbunden sei, räumte der Stadtwerke-Vorstand ein. Andreas Schwarze: »Ihre Zustimmung vorausgesetzt, werden wir bis zur nächsten Verwaltungsratssitzung am 25. April durchrechnen, wie sich der zusätzliche Kinderbereich langfristig auf die Betriebskosten auswirken würde.«

Kritik äußerte auch Axel Nicke (BBO). Er finde es nicht gut, dass der Stadtwerke-Vorstand vom eigentlichen Entwurf abweiche. »Was Sie vorschlagen, ist nicht die Intention des Sportausschusses«, sagte Axel Nicke. Er sehe keine Notwendigkeit für Freizeitbecken wie einen Kinderbereich im Siel. »Dafür haben wir ja die Bali-Therme«, betonte der BBO-Politiker.

Scharfe Kritik trifft auf Mahnung zur Besonnenheit

Thomas Heilig (UW) mahnte zur Besonnenheit: »Wir müssen doch heute gar nichts endgültig entscheiden. Warum lassen wir die zweite Variante nicht bis zur nächsten Sitzung durchrechnen und fassen dann einen Beschluss?« Pragmatisch äußerte sich auch Olaf Winkelmann (SPD): »Ich kann mit dem Beschluss aus dem Sportausschuss leben, so wie er jetzt ist. Wenn die Betriebskosten durch den zusätzlichen Kinderbereich nicht großartig steigen, kann ich mir aber auch diese andere Lösung vorstellen.«

Letztlich beschlossen die Verwaltungsratsmitglieder einstimmig, dass beide Varianten durchgerechnet werden sollen, um bei der nächsten Sitzung eine Entscheidung zu treffen. Stadtwerke-Vorstand Andreas Schwarze bot in diesem Zusammenhang an, die zweite Variante – wenn der Wunsch bestehe – sowohl im Sportausschuss als auch im Stadtrat genauer zu erläutern.

Zudem informierte Andreas Schwarze darüber, dass die Zusammenarbeit mit der Constrata-Ingenieur Gesellschaft fortgesetzt werden soll. Das Bielefelder Unternehmen hatte die bisherige Bedarfsplanung für das neue Bad durchgeführt und soll nun das Projektmanagement beziehungsweise die Projektleitung übernehmen, das Projekt stetig weiterentwickeln sowie Ausschreibungen vorbereiten und begleiten. Andreas Schwarze: »Wenn wir uns im April auf eine Variante festlegen, kann das neue Bad Ende 2021/Anfang 2022 in Betrieb gehen.«

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