SPD strebt nach Badbau im Siel in Rehme Wohnbebauung an Abriss von Bad und Bürgerhaus

Bad Oeynhausen (WB). Die SPD-Fraktion im Stadtrat macht sich für eine städtebauliche Überplanung des Geländes am Hallenbad und am Bürgerhaus Rehme sowie der angrenzenden freien Flächen stark. Der Vorschlag beinhaltet mittelfristig den Abriss beider Gebäude und eine Bebauung mit familiengerechten Eigenheimen und barrierefreien Seniorenwohnungen. Auch ein Stadtteiltreff soll entstehen.

Von Claus Brand
Mit Fertigstellung des Hallenbadneubaus im Siel entfällt nach Bewertung der SPD die Nutzung des alten Hallenbades (Foto) in Rehme. Zudem sei die Nutzung des Bürgerhauses als Versammlungsort so bereits jetzt nicht mehr vorgesehen.
Mit Fertigstellung des Hallenbadneubaus im Siel entfällt nach Bewertung der SPD die Nutzung des alten Hallenbades (Foto) in Rehme. Zudem sei die Nutzung des Bürgerhauses als Versammlungsort so bereits jetzt nicht mehr vorgesehen. Foto: Silas Ekelhoff

Mit Antrag wird Überplanung gefordert

Fraktionschef Olaf Winkelmann hat dies in einem Antrag an den Bürgermeister formuliert, um die politische Beratung anzustoßen. Demnach soll der Rat die Verwaltung beauftragen, »die vorhandene Bebauung der Liegenschaften Hallenbad und Bürgerhaus sowie angrenzende freie Flächen nach Art und Maßgabe ihrer momentanen Nutzung im Rahmen der Bauleitplanung zu überplanen.«

Stadtteiltreff mit Versammlungsräumen

In der Vergangenheit habe ein Fach-Institut der Stadt empfohlen, sich um Flächen für die Errichtung von familiengerechten Eigenheimen und barrierefreien Seniorenwohnungen zu kümmern. An dieser Stelle möchte die SPD auch einen Stadtteiltreff mit Versammlungsräumen entstehen lassen. Ferner soll die Verwaltung nach Vorstellung der SPD konzeptionelle Überlegungen zur Sicherstellung beziehungsweise zur Verlegung der vorhandenen 50-Meter-Sportschießbahn im Bürgerhaus sowie zur weiteren aktuellen Nutzung des Bürgerhauses durch die VHS und die Kleiderkammer anstellen. Winkelmann: »Erfreulicherweise verzeichnet die Stadt den Zuzug junger Familien.« Die ursprünglich für Wohnraum für diese Gruppe vorgesehene Britensieldung stehe dafür aber »mindestens für die nächsten fünf, sechs Jahre nicht zur Verfügung.« Aktuell erfolge dort die Unterbringung von Flüchtlingen.

Fläche im Stadteigentum misst 11.000 Quadratmeter

Hallenbad, Bürgerhaus und der dazugehörige Parkplatz mit einer Fläche von etwa 11.ooo Quadratmetern befinden sich nach seinen Angaben im Eigentum der Stadt. Winkelmann: »Es wäre gut, wenn in diesem Jahr Verhandlungen über angrenzende Flächen im Privateigentum beginnen könnten, eine Planung 2019 folgen würde und wir nach Fertigstellung des Bades im Siel mittelfristig über den Abriss der alten Gebäudesubstanz nachdenken könnten.«

Er begründet die angestrebte Vorgehensweise so: »Mit dem beschlossenen Hallenbadneubau im Siel entfällt die Nutzung des alten Hallenbads. Ebenso ist die Nutzung des Bürgerhauses als Versammlungsort aufgehoben worden.« Folglich könnten die Gebäude abgerissen werden. Winkelmann: »Anders sieht es mit der bestehenden Schießbahn aus. Sie muss erhalten oder alternativ an einem anderen Standort angeboten werden.«

Auch Thema beim Schnatgang

Um Planungssicherheit zu erhalten, wie es im Rahmen eines Schnatgangs festgehalten worden sei, »bietet sich«, meint Winkelmann, »im Rahmen einer städtebaulichen Überplanung sowie einer kommunalen Flächenbevorratung die Überführung in eine moderne senioren- wie auch familiengerechte Wohnbebauung mit einem integrierten Stadtteiltreff als Ort der Begegnung an.«

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