53-Jähriger aus Bad Oeynhausen muss lebenslang in Haft Senne-Mord: BGH verwirft Revision

Bielefeld/Bad Oeynhausen (WB/sb). Für tödliche Schüsse aus einer Schrotflinte auf seine Ehefrau in Bielefeld-Senne muss ein 53-jähriger Unternehmer wegen Mordes lebenslang ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof hat jetzt die Revision gegen das Urteil als unbegründet verworfen.

Der Angeklagte (Mitte) mit seinen Anwälten Kai Oelgeklaus (links) und Martin Bücher. bei der Verhandlung vor dem Landgericht im .
Der Angeklagte (Mitte) mit seinen Anwälten Kai Oelgeklaus (links) und Martin Bücher. bei der Verhandlung vor dem Landgericht im . Foto: Thomas F. Starke

Es seien keine Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten passiert, heißt es. Das Urteil ist somit rechtskräftig.

Das Landgericht Bielefeld hatte den Mann aus Bad Oeynhausen im Mai 2017 schuldig gesprochen, die von ihm getrennt lebende zweifache Mutter im September 2016 getötet zu haben.

Die Richter folgten damals der Forderung der Staatsanwaltschaft. Das Gericht sah den Mord wegen Heimtücke erwiesen, sah aber keine besondere Schwere der Schuld. Nach Ansicht der Richter überführte eine Indizienkette den Mann. Am Tatort im Stadtbezirk Senne waren DNA-Spuren des Geschäftsmannes an Patronenhülsen, einer Sturmhaube und an einem Gewehrfutter gefunden worden. Das Gericht hat keine Zweifel an der Täterschaft. Beim Motiv geht das Gericht von Eifersucht und einen Kontrollverlust aus, denn die Frau hatte die Scheidung eingereicht.

Die Verteidiger hatten einen Freispruch aus Mangel an Beweisen gefordert. Sie warfen der Polizei damals schlampige Ermittlungsarbeit vor. Bis zum Schluss bezeichnete sich der 53-Jährige als unschuldig.

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