Verhandlung vertagt: Bad Oeynhauser (42) vertröstet Richterin fast eine Stunde lang Angeklagter lässt auf sich warten

Herford (WB/jmg). Possenspiel im Herforder Amtsgericht: Eigentlich sollte sich ein Bad Oeynhauser (42) am Dienstag für fünf Einbrüche sowie für eine Elektroschocker-Attacke auf eine Taxifahrerin verantworten. Doch der Mann ließ Gericht und die geladenen Zeugen einfach warten – mit diversen Ausreden.

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Symbolfoto Foto: dpa

Verteidiger Peter Wüller rief seinen Mandaten mehrfach an, um ihn an den Termin zu erinnern. Doch der Angeklagte hatte immer wieder neue Ausflüchte parat: Weil ihn sein Fahrer versetzt habe, wolle er den Zug nehmen. Wenige Minuten später ließ er über seinen Anwalt mitteilen, dass er stattdessen in einem Taxi sitze.

Nach 40 Minuten Wartezeit wurde es Richterin Alea Blöbaum zu bunt und sie schickte die Zeugen nach Hause.

Angeklagter soll Taxifahrerin mit Elektro-Schocker attackiert haben

Gegen den Mann liegt bereits am Landgericht Bielefeld ein Haftbefehl vor, der allerdings unter der Auflage, zur Verhandlung in Herford zu erscheinen, ausgesetzt wurde.

Um kurz vor zehn lief der Bad Oeynhauser dann doch noch in den Gerichtssaal ein, in dem Richterin Blöbaum weitere 20 Minuten gewartet hatte. »Tut mir voll leid«, begrüßte er die Juristin. Die Verhandlung wurde trotzdem vertagt.

Laut Anklage soll der Bad Oeynhauser unter anderem eine Taxifahrerin nach einer Fahrt von Bielefeld nach Herford mit einem Elektro-Schocker attackiert haben, um die Rechnung nicht bezahlen zu müssen.

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