Sponsoren finanzieren moderne Infotafeln, Mobiliar und Beleuchtung für Bad Oeynhausener Einrichtung Bülow-Brunnen in neuem Glanz

Bad Oeynhausen (WB). Obwohl der Bülow-Brunnen zur Zeit Winterpause hat, wird dort fleißig gewerkelt. Vier Ehrenamtliche des Arbeitskreises für Heimatpflege haben mittels 10.000 Euro Sponsorengeldern den Vorraum des Brunnens modernisiert.

Von Lydia Böhne
Cornelia Lindhorst-Braun (von links), Klaus-Udo Hennings, Horst Brönstrup und Wilhelm Siegmann von der Arbeitsgruppe Bülow-Brunnen des Arbeitskreises für Heimatpflege hängen die neuen Infotafeln der Ausstellung im Bülow-Brunnen auf.
Cornelia Lindhorst-Braun (von links), Klaus-Udo Hennings, Horst Brönstrup und Wilhelm Siegmann von der Arbeitsgruppe Bülow-Brunnen des Arbeitskreises für Heimatpflege hängen die neuen Infotafeln der Ausstellung im Bülow-Brunnen auf. Foto: Lydia Böhne

Seit 2012 kümmert sich die Arbeitsgruppe Bülow-Brunnen des Arbeitskreises für Heimatpflege der Stadt um die Instandhaltung des Fachwerkgebäudes im Sielpark. Zuvor war das Gebäude fünf Jahre lang nicht zugänglich. Dabei ist das Interesse am ältesten baulichen Zeugnis aus der Zeit der Kochsalzgewinnung groß. Handelt es sich doch gleichermaßen um einen wichtigen Bestandteil der Geschichte des Bades Oeynhausen.

Die widerstandsfähigen Holz-Rohrleitungen aus Eichenholz dienten zur Weiterleitung der geförderten neunprozentigen Sole. Foto: Lydia Böhne

Zwischen 70 und 80 Besuchern verzeichnet die Arbeitsgruppe pro Öffnungstag. Darunter viele Jüngere, die sich vor allem für die alte Wasserkunst interessieren. Im Rahmen von Führungen erläutern die acht Ehrenamtlichen der Arbeitsgruppe gern, wie die Förderung des Solewassers aus bis zu 100 Metern Tiefe und der Transport zu den Badehäusern zur damaligen Zeit funktioniert hat.

Darüber informiert hat bisher auch eine behelfsmäßige Ausstellung im Vorraum des Gebäudes. Auf Papier gedruckte Texte und dunkle Bilder sind Dank der finanziellen Unterstützung einiger Sponsoren nun passé. Statt einfacher Ausdrucke zieren nun sieben Kunststofftafeln die Wände. 10.000 Euro hatte der Arbeitskreis von der Stadtsparkasse, dem Staatsbad Bad Oeynhausen und der NRW-Stiftung für die Renovierung erhalten. Neues Mobiliar und eine Beleuchtungsanlage werten das kleine Museum nahe des Gradierwerkes zusätzlich auf.

Bilder stammen aus dem Stadtarchiv Bad Oeynhausen

Die Bilder der Infotafeln stammen aus dem Stadtarchiv. Mit moderner Technik hat Mitglied Klaus-Udo Hennings ihnen für die Ausstellung neuen Glanz verliehen. Die älteste Abbildung ist ein Originalplan des Bohrturms für den Oeynhausenbrunnen im Kurpark von 1830. Beginnend mit der Entdeckung des salzhaltigen Wassers durch Colon Sültemeyer bis hin zur Stilllegung der Saline 1928 und dem Abriss der Gradierwerke und Sielanlagen zwischen 1932 und 1940 greift die Ausstellung die wichtigsten Etappen auf dem Weg zur Gründung eines Badeortes auf. »Wir hoffen, dass diese Aufwertung die Attraktivität des Bülow-Brunnens steigert«, sagte Cornelia Lindhorst-Braun. Sie glaubt, dass viele Bürger noch gar nicht wissen, welches Stück Stadtgeschichte sich im unscheinbaren Fachwerkhaus im Sielpark verbirgt.

Öffnungszeiten

Besichtigt werden kann der Bülow-Brunnen von März bis November jeweils am ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr. Führungen durch die ehrenamtlichen Mitglieder der Arbeitsgruppe Bülow-Brunnen sind nach Voranmeldung auch außerhalb dieser Zeiten möglich. Der Eintritt ist frei. Eingeweiht werden soll die aufgewertete Ausstellung am Sonntag, 4. März.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.