Bad Oeynhausen: Mira Hische und Manuel Welsky stellen ihr Unternehmen vor Start up entwirft hochpreisige Möbel

Bad Oeynhausen (WB). Avantgardistisch, reduziert, flexibel: Mit diesen Adjektiven beschreiben Mira Hische und Manuel Welsky die Möbelstücke und Wohnaccessoires, die sie unter ihrer Marke »weld&co« verkaufen. Die Ideen dazu entstehen in ihrem Büro in Bad Oeynhausen-Rehme.

Von Angelina Zander
Mira Hische und Manuel Welsky gestalten und vermarkten unter ihrer Marke »weld&co« Möbel und Wohnaccessoires, die in der Region gefertigt werden. Zu ihrem Produktportfolio gehören zum Beispiel ein Metallregal für die Wand sowie eine Bilderleiste aus Altholz, die verschieden nutzbar ist.
Mira Hische und Manuel Welsky gestalten und vermarkten unter ihrer Marke »weld&co« Möbel und Wohnaccessoires, die in der Region gefertigt werden. Zu ihrem Produktportfolio gehören zum Beispiel ein Metallregal für die Wand sowie eine Bilderleiste aus Altholz, die verschieden nutzbar ist. Foto: Angelina Zander

Solitärmöbel – Hingucker in der Wohnung oder im Haus, die für sich alleine stehen. Keine Kollektion, in der der Beistelltisch zur Wohnwand und wiederum zum Wandregal passt. Davon halten die beiden Unternehmensgründer nichts. Sie wollen gegen Trend gehen, ganze »Zimmer« aus einem Guss zu kaufen.

Stattdessen bieten sie Wohnaccessoires, die im Preissegment im »oberen Mittelfeld« liegen, wie Mira Hische ihre Produkte beschreibt. Da sie lieber auf Individualität als auf Massenware setzen, lassen sie ihre Möbelstücke in kleinen Serien fertigen. Damit wollen sie auch dem Konsumtrend entgegenwirken. »Wir wollen, dass unsere Kunden die Sachen wertschätzen und sie nicht nach einiger Zeit wegschmeißen«, sagt Manuel Welsky. Bei günstigen Artikeln falle das Wegschmeißen häufig leichter.

Dass ihr Unternehmenssitz in Bad Oeynhausen liegt, hat für beide Gründer einen entscheidenden Vorteil: »Wir produzieren komplett in der Region. Das Metall kommt aus Bad Oeynhausen, das Holz aus Bethel«, sagt Manuel Welsky, der gebürtig aus Bad Oeynhausen kommt. Für sein Masterstudium im Bereich Design zog der heute 31-Jährige in die Schweiz. Er machte sich früh selbstständig und gründete zwischen seinem Bachelor- und Masterstudium ein eigenes Designbüro. Nach dem Studium sei die Frage nach einem neuen Standort gekommen. »Ich wollte zurück nach Bad Oeynhausen, weil ich dachte, dass ich hier die Kunden und die Zulieferer kenne.«

Vorstellung auf internationaler Einrichtungsmesse

Durch den Bau von Prototypen kam er mit lokalen Produzenten in Kontakt – ein Netzwerk, dass er später für »weld&co« nutzen konnte. Das Möbellabel gründete er 2014 mit dem Wunsch, Produkte entwerfen und fertigen zu können, die aufgrund der Abhängigkeit zu Kunden in dieser Form nicht umzusetzen wären. Während einer Ausstellung in Hamburg lernte Manuel Welsky Mira Hische kennen, die sich im Bereich der Vermarktung von Designobjekten selbstständig gemacht hat. 2016 stieg die heute 32-Jährige in das Unternehmen ein.

Auch, wenn beide noch in ihren ursprünglichen Berufen tätig sind, widmen sie »weld&co« viel Zeit. In der kommenden Woche werden sie mit Garderoben, Wandregalen, Beistelltischen und Bilderleisten die »imm cologne« besuchen, eine internationale Einrichtungsmesse mit angeschlossenem Designmarkt, auf dem Kunden Produkte erwerben können.

Die Marke »weld&co« steht für Möbel mit reduziertem Design, die zum Teil verschiedene Funktionen erfüllen können. Bei der Gestaltung legt Manuel Welsky großen Wert darauf, verschiedene Materialien zu kombinieren. Er arbeitet mit Eiche, Altholz und Metall und baut daraus Produkte, sie sich auch miteinander kombinieren lassen. Die Bilderleiste ist beispielsweise ein Wandregal aus Holz, in das Postkarten hineingesteckt werden können. Gleichzeitig kann es als Buchregal dienen.

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