Im Jordan- und Humboldt-Sprudel liegt der Salzanteil unter dem Mindestwert Sole-Gehalt bringt »Bad« nicht in Gefahr

Bad Oeynhausen (WB). Der Status Bad Oeynhausens als Kurort ist nicht in Gefahr. Daran ändern auch derzeitige Schwankungen des Sole-Gehaltes, etwa im Jordan-Sprudel, nichts. Das salzhaltige Wasser bildet beim Gedankenspiel zum Sole-Garten des runden Tisches »Gesundheitsstandort« eine wichtige Grundlage.

Von Rajkumar Mukherjee
Derzeit liegt der Sole-Gehalt im Jordan-Sprudel (Foto) und im Alexander-von-Humboldt-Sprudel knapp unter dem erforderlichen Mindestwert. Auswirkungen auf die Qualität des Heilwassers hat dies aus Sicht des Staatsbades derzeit aber nicht.
Derzeit liegt der Sole-Gehalt im Jordan-Sprudel (Foto) und im Alexander-von-Humboldt-Sprudel knapp unter dem erforderlichen Mindestwert. Auswirkungen auf die Qualität des Heilwassers hat dies aus Sicht des Staatsbades derzeit aber nicht. Foto: Staatsbad/Ernst-Udo Hartmann

Im Blick hat das Heilwasser Dirk Henschel, Leiter des Eigenbetriebs Staatsbad. Bei der jährlichen Prüfung des Salzgehaltes waren Abweichungen beim Jordan-Sprudel sowie beim Alexander-von-Humboldt-Sprudel für die Schwellenwerte von Kalzium und Natrium festgestellt worden. »Die Abweichungen liegen aber innerhalb einer natürlichen Schwankungsbreite. Ein leichtes Auf und Ab ist immer wieder zu beobachten«, sagt Dirk Henschel. So seien diese Werte zwischen 1999 und 2001 noch niedriger gewesen.

Maßgebend für Kalzium und Natrium sei ein Schwellenwert von 240 Mikromol. Bei den Prüfungen für die beiden genannten Sprudel hätten diese Werte »knapp darunter« gelegen. An der Güte des Heilwassers ändere dies aber nichts. »Die Sole ist zwar der bestimmende Faktor. Man muss aber sagen, dass das Heilwasser weiter hochwertig ist«, sagt Dirk Henschel. Bei Prüfungen habe sich, statt eines Unterschreitens, im Einzelfall auch schon mal das 20-fache des Schwellenwertes ergeben.

Bei der Prüfung werden 20 Stoffe verglichen

Die jüngste Prüfung hatte die Firma »Laborunion Prof. Höll & Co. GmbH« in Bad Nenndorf in Zusammenarbeit mit einem chemischen Institut vorgenommen. Zu den regelmäßigen Untersuchungen sei das Staatsbad verpflichtet. »Dabei wird die Zusammensetzung des Wasser kontrolliert. Hierbei sprechen wir von der sogenannten Mineralisation. 20 Stoffe werden verglichen«, sagt Dirk Henschel.

Alle fünf Jahre finde dagegen die Heilwasseranalyse statt. Zuletzt sei dies im Jahr 2015 der Fall gewesen. »Damals wurden alle relevanten Werte erfüllt«, sagt Dirk Henschel.

Auch wenn der Salzgehalt bei zwei Sprudeln nun unter dem geforderten Schwellenwerte liege, stehe das »Bad« als Namenszusatz der Stadt nicht in Frage – auch nicht bei der Frage, ob und wie Heilwasser verwendet wird. »Wichtig für die regelmäßige Qualifizierung ist, dass uns das Heilwasser grundsätzlich zur Verfügung steht. Wir müssen es nicht gebrauchen«, sagt er. Deshalb sei es bei Gedankenspielen zum Gesundheitsstandort unerheblich, »ob wir 500 Wannen mehr oder weniger mit Sole füllen«.

Inwieweit sich zeitweise Veränderungen ergeben sei beispielsweise bezüglich der Temperatur der Sole aus dem Humboldt-Sprudel ersichtlich. Allgemein müsse die Sole eine Temperatur von mindestens 20 Grad haben. »Diesen Wert erreichen wir dort derzeit nicht«, sagt Dirk Henschel. Weil es aus dem Sprudel seit einem Jahr keine Abnahme mehr gebe, habe der Sprudel zwischenzeitlich die Temperatur des umgebenden Bodens angenommen.

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