Stadtwerkevorstand Andreas Schwarze blickt auf erste Zeit in Bad Oeynhausen zurück Alles dreht sich ums Wasser

Bad Oeynhausen (WB). Seit sechs Wochen steht Andreas Schwarze an der Spitze der Stadtwerke Bad Oeynhausen. Der neue Vorstand hat die Zeit genutzt, um die verschiedenen Unternehmensbereiche besser kennenzulernen. »Bisher war aber sicher die Trinkwasserversorgung das dominante Thema«, sagte der 50-Jährige im Gespräch mit dieser Zeitung.

Von Malte Samtenschnieder
Seit dem 1. Mai steht Andreas Schwarze als neuer Vorstand an der Spitze der Stadtwerke Bad Oeynhausen. In dieser Zeit hat sich der 50-Jährige vorrangig um die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Bad Oeynhausen gekümmert.
Seit dem 1. Mai steht Andreas Schwarze als neuer Vorstand an der Spitze der Stadtwerke Bad Oeynhausen. In dieser Zeit hat sich der 50-Jährige vorrangig um die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Bad Oeynhausen gekümmert. Foto: Malte Samtenschnieder

»Von allen Mitarbeitern bin ich sehr offen aufgenommen worden«, betonte Andreas Schwarze. Auch in der Stadt selbst fühle er sich sehr wohl. Der Umzug mit seiner Frau von Recklinghausen nach Bad Oeynhausen sei bereits beschlossene Sache. »Noch suchen wir aber nach einer passenden Wohnung – bevorzugt in Werste oder Eidinghausen«, sagte der neue Stadtwerkevorstand.

Probebohrungen nach Wasser in Porta Westfalica geplant

Das Thema »Trinkwasserversorgung« sei regelrecht über ihn hereingeschwappt, sagte Andreas Schwarze mit einem Lächeln. Gleich darauf fügte er ernst hinzu: »Es steht aber zu Recht auf der Prioritätenliste ganz oben.« Um die Trinkwasserversorgung in Bad Oeynhausen sowohl kurz- als auch langfristig sicherzustellen, führe er derzeit viele Gespräche.

»Es gibt zum Beispiel einen intensiven Austausch mit der Stadt Porta Westfalica über Probebohrungen auf der anderen Weser-Seite«, sagte Andreas Schwarze. Der ursprüngliche Flussverlauf lege nahe, dass es dort Trinkwasserreservoirs geben müsse. Noch sei aber nicht klar, wo, in welchem Umfang und von welcher Qualität.

Selbst falls die Prüfung dieser Faktoren positiv ausfalle, müsse noch geklärt werden, ob sich der Transport nach Bad Oeynhausen auch rechne. Andreas Schwarze: »Dazu müsste eine Leitung unter der Weser hindurch gegraben werden.« Mit Resultaten sei wohl erst in einigen Jahren zu rechnen.

Überprüfung möglicher Wasserlieferungen aus Vlotho

Auf schnellere Ergebnisse hofft der Stadtwerkevorstand im Hinblick auf Gespräche mit der Stadt Vlotho. Dabei gehe es sowohl um mögliche Wasserliefermengen als auch um technische Fragen. »Derzeit wird etwa geprüft, wie die Wassernetze von Bad Oeynhausen und Vlotho zueinander liegen und ob ein Transport möglich wäre«, sagte Andreas Schwarze.

Er hoffe, dass er bei der nächsten Sitzung des Verwaltungsrates der Stadtwerke im September bereits konkrete Ergebnisse vorlegen könne. Auch in Zusammenarbeit mit dem Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen werde er alles dafür tun, die Wasserversorgung zu gewährleisten.

Gas- und Stromnetzbetrieb sind bereits gut aufgestellt

In Hinblick auf den Betrieb des Gas- und Stromnetzes seien alle Weichen richtig gestellt worden. So hatten die Stadtwerke zum Betrieb des Gasnetzes eine Gesellschaft mit der Gelsenwasser Energie-Netze GmbH gegründet.

Erlöse aus dem Betrieb des Stromnetzes erhält die Stadttochter aus einer Beteiligung an der Westfalen Weser Energie. Ein Vertrieb von Gas und Strom durch die Stadtwerke sei langfristig auch denkbar. Andreas Schwarze: »Aktuell hat er aber keine Priorität.«

Nachholbedarf bei der Digitalisierung interner Abläufe

Sehr gut seien die Stadtwerke bei der Abwasserbehandlung aufgestellt. Dies gelte zum einen im Hinblick auf die kürzlich eingebaute vierte Reinigungsstufe. Aber auch dank des klimaneutralen Betriebes – durch die Verbindung von Fotovoltaik mit einem Blockheizkraftwerk – sei die Kläranlage ein Vorzeigeprojekt.

Nachholbedarf sieht Andreas Schwarze bei der Digitalisierung der internen Arbeitsabläufe der Stadtwerke. »Es ist aber wichtig, die Mitarbeiter auf diesem Weg mitzunehmen«, betonte der neue Stadtwerkevorstand.

Mehr zu den Themen Parkraumbewirtschaftung, Kurpark und Hallenbad lesen Sie am Mittwoch, 14. Juni, im WESTFALEN-BLATT, Lokalausgabe Bad Oeynhausen/Löhne.

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