Feuerwehr Bad Oeynhausen: Stadtbrandmeister wird Mittwoch zum neuen Leiter ernannt Stefan Meier übernimmt die Führung

Bad Oeynhausen (WB). Auf seine neue Aufgabe als Leiter der Feuerwehr Bad Oeynhausen freut sich Stefan Meier. Der Stadtbrandmeister ist Nachfolger von Erwin Harbsmeier, der mit dem 63. Geburtstag am 9. Februar 2017 sein Amt abgibt. Mittwochabend wird Erwin Harbsmeier im Kreise der Kameraden im Schloss Ovelgönne verabschiedet, Stefan Meier zugleich ernannt.

Von Rajkumar Mukherjee
Stefan Meier übernimmt die Leitung der Feuerwehr Bad Oeynhausen. In dieser Funktion will der 49-Jährige die Zusammenarbeit zwischen hauptamtlicher Wache und den neun ehrenamtlichen Löschgruppen weiter im engen Austausch gestalten.
Stefan Meier übernimmt die Leitung der Feuerwehr Bad Oeynhausen. In dieser Funktion will der 49-Jährige die Zusammenarbeit zwischen hauptamtlicher Wache und den neun ehrenamtlichen Löschgruppen weiter im engen Austausch gestalten. Foto: Mukherjee

Dienstbeginn für Stefan Meier ist der 10. Februar. Dann wird er auch der Wehrleitung der Stadt vorstehen. Sie ist Teil einer Vorgabe aus dem landesweiten Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG). Im Dezember 2015 war es in Kraft getreten. Im Zuge des BHKG wurde die Einsatzleitung des Kreises Minden-Lübbecke eingerichtet, der Stefan Meier als Leiter der Feuerwehr Bad Oeynhausen ebenso angehört. Die Einsatzleitung koordiniert Maßnahmen bei Großeinsatzlagen oder Katas­trophen.

Der Wehrleitung in Bad Oeynhausen gehören zudem die beiden Stellvertreter Falk Ueckermann, Leiter der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache Bad Oeynhausen, sowie Michael Nolte, der für die Ausbildung zuständig ist, an. »Auf dieser Ebene arbeiten wir auf kurzem Dienstweg noch enger zwischen Ehrenamt und Berufsfeuerwehr zusammen, denn wir brauchen uns gegenseitig. Und da will ich Kommunikator sein«, sagt Stefan Meier. Während einzelner Anhörungen im November hatten sich Mitglieder der neun Löschgruppen in Bad Oeynhausen einstimmig für ihn als neuen Leiter der Feuerwehr Bad Oeynhausen ausgesprochen.

Insgesamt etwa 200 Kräfte stellen die hauptamtliche Wache sowie die ehrenamtlichen Löschgruppen für Einsätze. Um den Bedarfsschutzplan aufrechterhalten zu können, ist auch die Tagesverfügbarkeit wichtig. Gespräche mit mehreren Firmen hatten dazu geführt, dass nun elf ehrenamtliche Feuerwehrleute, die dort tagsüber arbeiten, zu Einsätzen ausrücken können. Dafür werden ihnen Fahrzeuge bereitgestellt. Diese Kräfte leben zum Teil in anderen Kommunen und gehören in diesen Fällen anderen Löschgruppen an.

Ein Gerätehaus für zwei Löschgruppen

Die Feuerwehr braucht aber vor allem eine gute Ausstattung, wie Stefan Meier betont. Neben der Einführung des Digitalfunks sei ein nächster wichtiger Schritt das geplante neue Gerätehaus auf der Lohe. An der Detmolder Straße soll auf dem Gelände einer früheren Gärtnerei ein gemeinsames Gerätehaus für die beiden Löschgruppen Lohe und Bad Oeynhausen entstehen. Mitte Dezember habe der Rat diesem Vorhaben im Rahmen des Brandschutzbedarfsplans zugestimmt. »Mit diesem Gerätehaus kann die Feuerwehr optimal in die Zukunft gehen«, sagt Stefan Meier. Für die laufende Ausbildung sei zudem wichtig, dass weitere Gerätehäuser beispielsweise mit Laptops und Beamern ausgestattet werden.

Entspannung innerhalb der Feuerwehr gebe es nun beim Thema Einsatzgeld für ehrenamtliche Kräfte. Als Teil des Ehrenamtskonzepts für die Feuerwehr zahlt die Stadt seit dem 1. Januar 2017 ehrenamtlichen Einsatzkräften zehn Euro pro Stunde, zahlbar ab der 31. Minute. Unmut hatte es zuvor in der Feuerwehr gegeben, weil Bad Oeynhausen als einzige Kommune in der Umgebung lange kein Einsatzgeld zahlte.

Aber nicht nur eine gute Ausstattung und das Einsatzgeld sorgen für Motivation innerhalb der Feuerwehr, ist Stefan Meier überzeugt. Er will die »Feuerwehr als Gemeinschaft« weiter stärken. Dazu zählen für ihn auch die Familien und Lebenspartner. »Sie sind eine große Stütze, die regelmäßige Einsätze mittragen und nach belastenden Situationen helfen«, sagt er. Feuerwehr sei aber kein Spaßverein: »Unsere Mitglieder tragen viel Verantwortung. Dazu gehört auch die Pflicht, sich fit zu halten.«

Feuerwehr braucht auch immer Nachwuchs. Den frühen Einstieg soll die neue Kinderfeuerwehr in Bad Oeynhausen, die »Feuerdrachen«, ermöglichen. Die Gruppe wurde 2010 von der Löschgruppe Dehme gegründet und hat jetzt 22 Mitglieder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren. Betreuerin ist Stadtkinderfeuerwehrwartin Jennifer Bekemeier. »Die Kinderfeuerwehr ist mein Steckenpferd. Hier können Mädchen und Jungen spielerisch den Einstieg in die Jugendfeuerwehr finden«, sagt Stefan Meier. 120 Mitglieder im Alter zwischen zehn und 18 Jahren hat die Jugendfeuerwehr. Betreuer ist Stadtjugendfeuerwehrwart Frank Wüstneck.

Für das Ehrenamt in der Feuerwehr wirbt übrigens eine landesweite Kampagne des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Projektes »Feuerwehrensache«. In diesen Tagen werden etwa 2000 Plakatwänden, darunter 18 in Bad Oeynhausen, aufgestellt.

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