Trotz Schauerwetter: Zahlreiche Besucher kommen zum Backfest auf Hauptmeiers Hof Volmser genießen Mühlenbrot

Bad Oeynhausen-Volmerdingsen (WB). Das 28. Backfest auf Hauptmeiers Hof stand erneut im Zeichen der Gemeinschaft. Wind und Wetter hielten die 300 Gäste am Sonntag nicht davon ab, gemeinsam unter den Bäumen Erbsensuppe und Mühlenbrot zu verspeisen, das Angebot der lokalen Verkäufer zu nutzen und den Darbietungen zuzuschauen.

Von Lina Sophie Möller und Angelina Zander
Joachim Grunow (links) kümmert sich im Backhaus auf Hauptmeiers Hof mit seinem Enkel Felix Stoll sowie Friedhelm Brinkmeyer um das Backen des Roggen- und Mischbrotes. Simon Eikmeier (10, rechts) schaut ihm dabei über die Schulter.
Joachim Grunow (links) kümmert sich im Backhaus auf Hauptmeiers Hof mit seinem Enkel Felix Stoll sowie Friedhelm Brinkmeyer um das Backen des Roggen- und Mischbrotes. Simon Eikmeier (10, rechts) schaut ihm dabei über die Schulter. Foto: Lina Sophie Möller

Nach dem Gottesdienst unter der Leitung von Pastorin Anja Helen Bierski bildeten sich lange Schlangen vor der Ausgabe der Erbsensuppe. »Erstmals benutzen wir eine Gulaschkanone«, erklärte Dieter Spehr, erster Vorsitzender der ausrichtenden Volmser Heimatfreunde. Anschließend präsentierten die lokalen Händler in marktähnlicher Atmosphäre, wie auch schon am Samstag, landwirtschaftliche Produkte, wie zum Beispiel die Wurst der seltenen Angler Sattelschweine. »Bei dieser Rasse gilt: Je älter das Schwein, desto besser die Wurst«, verriet Antje Kossack.

Pflanzen und Kürbisse für die Herbstdeko

»Als gebürtige Volmerdingsenerin ist das Backfest Pflicht. Ich genieße das Zusammentreffen und die auflebende Dorfatmosphäre«, sagte Miriam Brentführer. Sie zeigte sich auch von den Ständen überzeugt. »Gleich werde ich mich passend zum regnerischen Wetter noch nach Pflanzen und Kürbissen für die Herbstdeko umsehen.«

Bekannt ist das Backfest vor allem für das Roggenmischbrot mit Schrotanteil nach dem alten Mühlenbrotrezept. »1986 wurde das Backhaus restauriert. Seitdem treffen wir uns einmal jährlich, um die Tradition zu pflegen«, sagte Joachim Grunow, während er umgeben von einer Gruppe interessierter Besucher einen Brotlaib in den vorgeheizten Steinofen schob. Einer der Zuschauer war Simon Eikmeier (10). »Das Mühlenbrot schmeckt so gut, dass ich meine Mama immer überrede, es auch für zu Hause zu kaufen.«

Geplant waren für den Nachmittag unter anderem Auftritte der Jagdhornbläser des Hegeringes, eine Vorführung der Reit- und Voltigiergemeinschaft Bad Oeynhausen sowie der Besuch der Mühlenzwerge der Grundschule.

Staudenfest und reichhaltige Kuchenauswahl

Bereits am Samstag gab es ein Staudenfest und eine reichhaltige Kuchenauswahl. Susanne Aufdemkamp hält sich den Termin seit Jahren frei. Sie präsentierte eine Auswahl aus ihrem Blumenladen »Im Unnewatt«. »Besonders die warmen Töne kommen im Herbst wieder. Stauden in allen Farben bringen das warme Herbstgefühl bis in den Winter hinein«, sagte sie. Auch Kübelbepflanzungen, Heide und Gräser seien aktuell.

Für alle Tierfreunde entwickelte der Heimatverein eine neue handwerkliche Idee. Neben dem traditionellen Bau der Vogelhäuschen bot er ein Insektenhotel an. »Wir haben es selbst bestückt, weil es für die Besucher zu viel Arbeit gewesen wäre. Das Grundgerüst steht. Die Kinder können die Löcher in die Hölzer und Steine bohren«, sagte Dieter Reinkensmeier vom Heimatverein.

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