Seniorenresidenz an der Weserstraße feiert Einweihung mit Tag der offenen Tür Ein besonderer Ort des Lebens

Bad Oeynhausen (WB). In der Seniorenresidenz an der Weserstraße läuft acht Wochen nach der Inbetriebnahme alles rund. Davon konnten sich Bewohner, Mitarbeiter und Gäste bei der offiziellen Einweihung überzeugen.

Von Malte Samtenschnieder
Aus den Händen von Susanne Thon (links) und Dieter Prothe nimmt Sandra Landwehr symbolisch einen Schlüssel entgegen.
Aus den Händen von Susanne Thon (links) und Dieter Prothe nimmt Sandra Landwehr symbolisch einen Schlüssel entgegen.

»Hinter uns allen liegt eine anstrengende Zeit«, stellte Susanne Thon in ihrer Begrüßung fest. Sie ist Mitglied der Geschäftsführung der Mediko-Gruppe, zu der die Seniorenresidenz an der Weserstraße gehört. Der Umzug am 9. Mai aus den Warmbold-Altenheimen an der Portastraße und an der Moltkestraße in das neue Domizil an der Weserstraße sei für alle Beteiligten eine Herausforderung gewesen. »Insbesondere aber für die Mitarbeiter«, betonte Susanne Thon.

In der Übergangsphase sei auch den Bewohnern und ihren Angehörigen viel Geduld abverlangt worden. »Dank der guten Laune der Mitarbeiter fühlen sich hier aber inzwischen die meisten Bewohner zu Hause«, sagte die Mediko-Geschäftsführerin. Dem konnte der ehemalige Altenheim-Betreiber Otto Warmbold nur zustimmen. Er nahm als Gast an der Einweihungsfeier teil.

Seniorenresidenz bietet auch »Obdach für die Seele«

Den Auftakt markierte ein ökumenischer Gottesdienst, den die Pastoren Eike Fleer, Lars Kunkel und Manfred Pollmeier gemeinsam mit den Gästen feierten. »Zur Eröffnung wollen wir gemeinsam Gottes Segen erbitten«, betonte Lars Kunkel. Ähnlich äußerte sich Manfred Pollmeier: Die neue Seniorenresidenz biete auch ein Obdach für die Seele. In diesem Zusammenhang sei »Hilfe von oben« natürlich durchaus von Nutzen.

Seine Glückwünsche zur Eröffnung sprach Bürgermeister Achim Wilmsmeier nicht nur der Mediko-Geschäftsführung, sondern auch Einrichtungsleiterin Sandra Landwehr aus. Sie war zuvor für die Leitung der beiden Warmbold-Altenheime verantwortlich. »Die neue Seniorenresidenz ist kein steriles Heim. Sie verfügt vielmehr über eine heimelige Atmosphäre«, betonte Achim Wilmsmeier. Hier bekomme jeder Bewohner die Pflege, die er benötige – mal mehr, mal weniger. Laut Bürgermeister beste Voraussetzungen, dass jeder Bewohner viele gute Jahre in der Seniorenresidenz verleben könne.

Symbolische Schlüsselübergabe darf nicht fehlen

»Ich habe nicht ohne Grund einige Obstbäume als Geschenk mitgebracht«, sagte Otto Warmbold. Er hoffe, dass er künftig immer eingeladen werde, wenn die Ernte anstehe. Das seien dann gute Gründe, um wieder nach Bad Oeynhausen zurückzukehren.

Einen Bildträger mit Fotos von der Grundsteinlegung über das Richtfest bis zum Einzug überreichte Dieter Prothe von der Mediko-Geschäftsführung an Einrichtungsleiterin Sandra Landwehr. Nicht fehlen durfte auch die symbolische Schlüsselübergabe.

Nach acht Wochen läuft alles reibungslos

»Seit dem Einzug ist es uns gut gelungen, zwei Gruppen von Bewohnern und Mitarbeitern unter einem Dach zusammenzuführen«, sagte Susanne Thon im Gespräch mit dieser Zeitung. Mittlerweile hätten sich alle gut an die neuen Abläufe gewöhnt. 67 der 88 Heimplätze seien derzeit belegt. Das Mitarbeiterteam umfasse mehr als 60 Fachkräfte – Tendenz steigend. Auch die im Herbst bevorstehende Schließung des Hauses Morgenstern sei nach wie vor ein Thema. Susanne Thon: »Erste Bewohner von dort sind schon zu uns gezogen. Mit ersten Mitarbeitern laufen Übernahmegespräche.«

»Mir gefällt die neue Seniorenresidenz sehr gut«, sagte Otto Warmbold dem WESTFALEN-BLATT. Dass er seinen Rückzug fünf Jahre lang vorbereitet habe, zahle sich nun aus. Pendeln im Wochenrhythmus zwischen seinem Zuhause nahe Koblenz und dem Arbeitsplatz in Bad Oeynhausen entfalle seit seinem Ausscheiden vor acht Wochen. Über Langeweile könne er nicht klagen: »Ich werde bald zum ersten Mal Opa.«

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