Schule am Weserbogen und Jugendkunstschule Löhne stellen gemeinsamen Film vor Wenn der Aufzug spricht und lächelt

Bad Oeynhausen/Löhne (WB). Es ist geschafft. Ein Jahr lang haben die Schule am Weserbogen und die Jugendkunstschule Löhne an dem Film »Nur Mut...anders sein – besonders sein« gearbeitet. Jetzt feierte das etwa 30-minütige Kunstwerk Premiere. Nicht nur das Publikum, sondern auch die Beteiligten waren vom Ergebnis restlos begeistert.

Von Malte Samtenschnieder
Der sprechende Aufzug »Max« hat bei der Filmpremiere in der Schule am Weserbogen für viele Lacher gesorgt.
Der sprechende Aufzug »Max« hat bei der Filmpremiere in der Schule am Weserbogen für viele Lacher gesorgt. Foto: Malte Samtenschnieder

»Jeder ist anders, jeder ist besonders. Manche Sachen kann man gut, für andere Sachen braucht man Mut.« Diese Zeilen bilden nicht nur den Refrain des Titelsongs, den die Weserbogen-Schüler für ihren Film gedichtet und komponiert haben. Sie fassen auch die Kernidee des Kooperationsprojekts zwischen der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung in Bad Oeynhausen und der Jugendkunstschule Löhne äußerst treffend zusammen.

Zu Beginn der Filmpremiere steht der selbst geschriebene Titelsong auf dem Programm. Dabei singen auch die Bürgermeister Bernd Poggemöller (von rechts) und Achim Wilmsmeier gerne mit. Foto: Samtenschnieder

»Jeder von uns braucht Mut.« Diese These stellte Marion Gauert, Leiterin der Schule am Weserbogen, ihrer Begrüßung voran. In besonderem Maße gelte das für die Beteiligten des Filmprojekts oder die Musiker und Moderatoren, die die Premierenfeier gestalteten. »Aber auch ich brauche Mut, wenn ich heute vor so vielen Gästen spreche«, sagte Marion Gauert. Sie sei besonders erfreut, die Bürgermeister von Bad Oeynhausen und Löhne, Achim Wilmsmeier und Bernd Poggemöller, begrüßen zu können. Die Schulleiterin: »Ihre Anwesenheit zeigt uns, dass Sie die Arbeit, die wir hier leisten, wertschätzen.«

27 Schüler aus Mittel- und Oberstufe im Alter von zwölf bis 16 Jahren waren an dem Filmprojekt beteiligt. Als roter Faden diente die Idee von Max, dem Fahrstuhl, der die Protagonisten im Film in unterschiedliche Fantasiewelten befördert. Beim Entwickeln einzelner Szenen mit den dazugehörigen Dialogen bewiesen die Schüler große Kreativität. Nicht nur aufwändige Kostüme, geschmackvolles Make-up und kunstvolle Kulissen fielen ins Auge. Sowohl bei der Ton- als auch bei der Bildtechnik griffen die Schüler mit Hilfe der Mitarbeiter der Jugendkunstschule Löhne tief in die Trickkiste. Mit Hilfe der Green-Screen-Methode gelang es beispielsweise, bei Szenen, die vor einem grünen Hintergrund gefilmt wurden, eben diesen später durch andere Bilder zu ersetzen.

Die Moderatoren Berkay (von rechts) und Simon sowie Schulleiterin Marion Gauert danken dem Team der Jugendkunstschule Löhne für die gute Zusammenarbeit. Foto: Samtenschnieder

Dass die Schüler während der Dreharbeiten mit großem Engagement bei der Sache waren, wurde insbesondere in den Making-of-Filmen der drei Gruppen Gestaltung, Technik sowie Schauspiel und Theater deutlich. Humorvolle Einwürfe – meist spontan geäußert und von der Kamera eingefangen – verliehen dem Film eine liebenwerte Authentizität, die sich öfters in Szenenapplaus entlud.

Auch bei der Erarbeitung des Titelsongs waren die Schüler nicht auf sich allein gestellt. Hier wurden sie von Komponistin Margret Balk, Play-Back-Spezialist Carsten Knittel und Sänger Sven-Olaf Lenz unterstützt.

Mit Green-Screen-Technik ist es möglich, ungewöhnliche Hintergründe einzublenden. Foto: Samtenschnieder

Nach der Premiere am Morgen war der Film, den die Schüler Amelie, Anna-Lisa, Ben, Berkay, Danara, Dominik, Emma, Felix, Jan Felix, Jannik, Jenny, Kira, Lea Sophie, Luke, Marie Sophie, Max, Mika, Milena, Mustafa, Niclas, Nico, Ralf, Silvestro, Simon, Sulaiman, Tim, Tom, Tom und Vanessa in den vergangen Monaten erstellt hatten, gestern noch zweimal in der Schule am Weserbogen zu sehen. Wer sich selbst ein Bild von der Kreativität der Schüler machen möchte, kann ihn auf DVD erwerben. Gegen eine Schutzgebühr von fünf Euro ist diese im Sekretariat der Schule erhältlich.

Nach der Premiere war Schulleiterin Marion Gauert überwältigt: »Ich möchte mich bei allen Helfern im Hintergrund bedanken, die das ermöglicht haben.«

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