Weihnachtsmarktbummel an Heiligabend ist für viele ein Muss Erst in die Innenstadt, dann in die Kirche

Bad Oeynhausen (WB). Bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen hat es diesmal länger gedauert, bis Weihnachtsstimmung aufkam: Egal ob alt oder jung – für hunderte Bad Oeynhausener hat der Heiligabend wieder traditionell mit dem Besuch des Weihnachtsmarktes in der Innenstadt begonnen.

Von Louis Ruthe
Dicht an dicht drängen sich an Heiligabend die Menschenmassen an der Eisbahn. Besonders das gute Wetter lockt viele Bad Oeynhausener zum traditionellen Weihnachtsmarktbummel in die Innenstadt. Obwohl es außergewöhnlich warm ist, sind die meisten Standbetreiber mit den Umsätzen zufrieden. In Anbetracht der frühlingshaften Temperaturen ist neben Glühwein vor allem Bier gefragt.
Dicht an dicht drängen sich an Heiligabend die Menschenmassen an der Eisbahn. Besonders das gute Wetter lockt viele Bad Oeynhausener zum traditionellen Weihnachtsmarktbummel in die Innenstadt. Obwohl es außergewöhnlich warm ist, sind die meisten Standbetreiber mit den Umsätzen zufrieden. In Anbetracht der frühlingshaften Temperaturen ist neben Glühwein vor allem Bier gefragt. Foto: Louis Ruthe

»Es ist immer wieder schön hier, man trifft ehemalige Klassenkameraden, alte Freunde oder schließt neue Bekanntschaften«, sagte Nina Horst. Zusammen mit ihrer Schwester und einer Freundin schlenderte die gebürtige Bad Oeynhausenerin bereits zum zehnten Mal an Heiligabend morgens über den Weihnachtsmarkt.

»Es hat Tradition, sich hier zu treffen und neue Dinge über alte Bekannte zu erfahren«, sagte Eva Franke. So ging es auch Anja und Stefan Schwarze sowie ihren Freunden Michaela und Thorsten Mühlmann. »Bei dem Wetter hat es sich angeboten, mal wieder auf dem Weihnachtsmarkt vorbeizuschauen«, sagte Anja Schwarze.

Nicht nur die Besucher erfreute das Wetter. Auch die Standbetreiber konnten nicht klagen. »Obwohl  kein Schnee liegt und die warmen Temperaturen  Weihnachten weit weg scheinen lassen, ist für uns vor allem trockenes Wetter wichtig«, sagte Gaby Schewe-Ekamp, Betreiberin vom »Eisvogel«. Dicht an dicht standen die Menschen sowohl dort als auch  an der Eisbahn gedrängt. Zudem trafen sich viele Leute im Brösel oder am New Orleans. Im New Orleans sorgte der ehemalige Amarillo-DJ Björn für weihnachtliche Klänge.

Das gute Wetter sorgte nicht nur für eine hohe Besucherzahl, sondern beeinflusste auch die Getränkewünsche vieler  Besucher. »Besonders Bier ist dieses Jahr sehr stark gefragt«, sagte Dirk Schewe vom »Eisvogel«. Dies war auch  Daniel Lemoine vom Verkaufsstand an der Eisbahn aufgefallen. Neben Bier seien aber  auch Glühweinvariationen zunehmend beliebter. »Weißer Glühwein oder Winterapfel waren neben Bier besonders stark gefragt dieses Jahr«, sagte der Betreiber   der Eisbahn. Gegen 13 Uhr erreichte dort die Stimmung ihren Höhepunkt. Mitten im Gedränge trafen sich Frederik Süllwald und Patrick Sunderbrink. Bei  einem  Bier tauschen sich die beiden über Studium und  Arbeit aus. »Es gehört zu Weihnachten dazu. Hier bringt man sich gegenseitig immer auf den neuesten Stand der Dinge«, sagte Frederik Süllwald.

Während rund um die Eisbahn und um den »Eisvogel« in der Nähe vom Schweinebrunnen großer Andrang herrschte, blieb die Eisbahn weitestgehend leer. »Es war dieses Jahr viel Arbeit die Eisbahn befahrbar zu machen, dennoch ist uns das gut gelungen«, sagte Schausteller Daniel Lemoine. Über die Nächte  sei  mehrmals eine zehn Zentimeter dicke Wasserschicht auf das Eis gegeben worden, um die Bahn zu kühlen. »Am Morgen danach mussten wir die Schicht dann aber wieder mühsam abtragen«, sagte Daniel Lemoine.

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