Stadt prüft verschiedene Alternativen Unterkünfte für Flüchtlinge

Bad Oeynhausen (WB). Nach dem für das Frühjahr geplanten Auslaufen der Notunterkunft des Landes im Bürgerhaus Rehme sollen dort voraussichtlich weiterhin Asylbewerber untergebracht werden. »Das Bürgerhaus kommt auch zur Unterbringung von der Stadt zugewiesenen Flüchtlingen in Frage«, sagt Stadtsprecher Volker Müller-Ulrich.

Von Malte Samtenschnieder
Nach dem für das Frühjahr geplanten Auslaufen der Notunterkunft des Landes in Rehme soll das Bürgerhaus voraussichtlich zur Unterbringung von der Stadt zugewiesenen Flüchtlingen genutzt werden.
Nach dem für das Frühjahr geplanten Auslaufen der Notunterkunft des Landes in Rehme soll das Bürgerhaus voraussichtlich zur Unterbringung von der Stadt zugewiesenen Flüchtlingen genutzt werden. Foto: Malte Samtenschnieder

Erste Überlegungen zur weiteren Nutzung der derzeitigen Notunterkunft im Bürgerhaus Rehme gebe es bereits. Für konkrete Maßnahmen bleibt laut Müller-Ulrich aber noch Zeit. So habe die Bezirksregierung Detmold zwar angekündigt, dass eine neue Großunterkunft in Minden Ende März bezugsfertig sein solle, so dass auch die Notunterkunft in Rehme nicht mehr benötigt werde. Diese Pläne seien aber sehr  ambitioniert. »Wir gehen davon aus, dass das Bürgerhaus auch über den 1. April hinaus als Notunterkunft benötigt wird«, sagt der Stadtsprecher im Gespräch mit dieser Zeitung.

Sollte das Gebäude danach von der Stadt als Gemeinschaftsunterkunft – ähnlich wie die Wohncontainer an der Mindener Straße – genutzt werden, gehe er von einer  Reduzierung der Kapazität aus. (Die derzeitige Landesunterkunft  verfügt über 210 Betten, 60 davon waren vor Weihnachten belegt.) »Es ist angedacht, dass uns zugewiesene Flüchtlinge im Bürgerhaus unterkommen, bis wir passende Wohnungen für sie gefunden haben«, sagt Müller-Ulrich.

Einen Aufruf der Stadt, privaten Wohnraum zur Unterbringung von Flüchtlingen anzubieten, bezeichnet der Stadtsprecher als erfolgreich. »Es sind etwa 50 Angebote bei uns eingegangen, die wir inzwischen auch alle in Augenschein genommen haben.« Nun gehe es darum, Vermieter und potenzielle Mieter zusammenzubringen.  Müller-Ulrich: »Noch sind keine Mietverträge unterschrieben.«

Zudem prüfe die Stadt noch andere Möglichkeiten, um adäquaten Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Sie lasse etwa auf ihrem Grundstück an der Mindener Straße neben den bestehenden Containern bis zu sieben Wohnmodule in Holzbauweise errichten. »Die Module bieten jeweils Platz für bis zu 16 Personen und sollen vor allem für die erste Unterbringung von Flüchtlingen verwendet werden, die der Stadt für die Dauer des Asylverfahrens zugewiesen worden sind«, sagt Müller-Ulrich. Der Auftrag sei an eine Firma aus Bad Oeynhausen vergeben worden. Die Kosten für die Wohnmodule lägen bei einer Million Euro plus 200 000 Euro für die Erschließung. Durch die Investition sei der für 2016 geforderte Ausgleich des städtischen Haushalts nicht in Gefahr.

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