Stadt will kurzfristig vier zusätzliche Häuser in der ehemaligen Britensiedlung anmieten Weiterer Raum für Flüchtlinge

Bad Oeynhausen (WB). Die Stadt Bad Oeynhausen erwägt, vorübergehend zusätzlichen Wohnraum in der ehemaligen Britensiedlung anzumieten, um dort bei Bedarf weitere Flüchtlinge unterzubringen. Wie Stadtsprecher Volker Müller-Ulrich am Freitag erläuterte, ist von vier Häusern mit 14 Wohneinheiten die Rede.

Von Malte Samtenschnieder
Um bei Bedarf zusätzlichen Wohnraum zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stellen zu können, will die Stadt Bad Oeynhausen vier weitere Wohnhäuser in der ehemaligen Britensiedlung im Bereich Steinstraße/Gneisenaustraße anmieten.
Um bei Bedarf zusätzlichen Wohnraum zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stellen zu können, will die Stadt Bad Oeynhausen vier weitere Wohnhäuser in der ehemaligen Britensiedlung im Bereich Steinstraße/Gneisenaustraße anmieten. Foto: Louis Ruthe

Laut Volker Müller-Ulrich hat die Anmietung weiteren Wohnraums in der ehemaligen Britensiedlung  nicht direkt etwas mit der Notunterkunft im Bürgerhaus Rehme zu tun. »In der Notunterkunft sollen sich die Flüchtlinge eigentlich nur wenige Tage aufhalten, bevor sie dann für die Zeit, in der ihre Asylanträge bearbeitet werden, in andere Kommunen gebracht werden«, sagte der Stadtsprecher. Eben für diese oft mehrmonatige Phase während der Bearbeitung der Asylanträge würden der Stadt Bad Oeynhausen – unabhängig von den 150 Menschen in der Notunterkunft in Rehme – von der Bezirksregierung Detmold auch weiterhin Einzelpersonen oder auch Familienverbände zugewiesen.

»Unser Ziel ist es, dass alle Flüchtlinge während der Bearbeitung der Asylanträge dezentral in Wohnungen im gesamten Stadtgebiet untergebracht werden«, sagte Volker Müller-Ulrich. Um die Zeit zu überbrücken, bis eine geeignete Wohnung gefunden sei, gebe es beispielsweise die Containerunterkünfte an der Mindener Straße. Die Plätze dort reichten aber nicht aus. »Deshalb hat die Stadt bereits einmal fünf Häuser mit zehn Wohneinheiten in der ehemaligen Britensiedlung angemietet«, sagte der Stadtsprecher. Nun sollten weitere vier Häuser mit   14 Wohneinheiten dazu kommen.

»Es handelt sich um vier Häuser  im Bereich Steinstraße/Gneisenaustraße«, sagte Volker Müller-Ulrich. Die Wohneinheiten befänden sich vis à vis von den fünf ebenfalls  bereits vorübergehend zur Unterbringung von Flüchtligen genutzten ehemaligen Britenhäusern an der Portastraße. Ein konkreter Bedarf bestehe noch nicht.  Es sei aber möglich, die Wohneinheiten im   September kurzfristig zu nutzen, wenn eine entsprechende Zuweisung durch die Bezirksregierung   erfolge.   »Das hat sich   Donnerstag bei einem Ortstermin mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben   herausgestellt«, sagte der Stadtsprecher. Die Behörde ist für die Verwaltung der ehemaligen Britensiedlung zuständig.

»Insgesamt rechnen wir damit, dass   Bad Oeynhausen in diesem Jahr etwa 450 Flüchtlinge für die Dauer ihres Asylverfahrens zugewiesen werden«, sagte Volker Müller-Ulrich. Nach aktuellem Stand habe die Stadt 2015  bereits 172 Flüchtlinge aufgenommen.

In der Notunterkunft in Rehme ist der Betrieb in den vergangenen Tagen nach Angaben des Stadtsprechers derweil reibungslos abgelaufen. Die Hilfsorganisationen, die Kirchengemeinde und alle weiteren ehrenamtlichen Helfer arbeiteten weiterhin Hand in Hand. Die Spendenbereitschaft sei immer noch  enorm. »Die Helfer kommen nicht mit dem Sortieren hinterher. Wir wären dankbar, wenn bis auf Weiteres keine neuen Spenden abgegeben würden«, sagte Volker Müller-Ulrich. Wenn es Fluktuation unter den Bewohnern der Notunterkunft gebe, seien aber  möglicherweise kurzfristig wieder Spenden erforderlich. Volker Müller-Ulrich: »Derzeit empfangen wir aber keine Signale der Bezirksregierung, dass Bewohner das Bürgerhaus in Rehme wieder verlassen sollen.« Vorher sei dort auch nicht mit Neuzuweisungen zu rechnen.

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