Mirko Schweiß holt einen 1,53 Meter langen Wels aus der Werre 23,5 Kilo schwerer Fang

Bad Oeynhausen-Lohe (WB). Die Wanne, die Mirko Schweiß auf den Hof seiner Eltern trägt, wirkt nicht besonders groß. Plastikplane quillt über die Ränder. Als der 23-Jährige diese allerdings öffnet, staunt der Betrachter nicht schlecht. Der Bad Oeynhausener hat in der Nacht zu Donnerstag einen 23,5 Kilogramm schweren Wels aus der Werre geholt.

Von Jaqueline Patzer
Stolz präsentiert Mirko Schweiß sein Prachtexemplar an Wels. Kurz vor Mitternacht biss der Raubfisch an den Werreauen an. Fast 15 Minuten hat es gedauert, bis der 23-Jährige das 23,5 Kilogramm schwere Monster an Land geholt hatte.
Stolz präsentiert Mirko Schweiß sein Prachtexemplar an Wels. Kurz vor Mitternacht biss der Raubfisch an den Werreauen an. Fast 15 Minuten hat es gedauert, bis der 23-Jährige das 23,5 Kilogramm schwere Monster an Land geholt hatte. Foto: Jaqueline Patzer

153 Zentimeter ist der Raubfisch lang. Ein wahres Prachtexemplar. Eingerollt liegt es in dem kleinen Wäschekorb.

Am Mittwochabend gegen 20 Uhr war Mirko Schweiß an die Werreauen nahe der Brückenstraße gegangen. Zwei Angeln hatte er im Gepäck. »Vor einem Tag habe ich noch zu meinem Vater gesagt, dass der 1,50 Meter lange Wels irgendwann kommen wird«, erinnert sich der 23-Jährige und muss lachen, dass kurz nach seiner Prophezeiung dieses Kaliber von Fisch an seiner Angel hing.

Kurz vor Mitternacht dann der Biss, wie Angler es nennen. Der Wels hatte den 15 Zentimeter langen toten Köderfisch geschnappt. »Ich habe gemerkt, dass das was Größeres ist«, beschreibt Mirko Schweiß diesen Moment. Nach etwa zehn Minuten habe er dann die große Schwanzflosse des Wels gesehen, erzählt der Bad Oeynhausener immer noch beeindruckt von diesem Erlebnis.

Seine Freundin Nicole Pittelkow stand ihm zu diesem Zeitpunkt zur Seite. »Ich bin immer die seelische Unterstützung«, sagt sie. Ihr Freund Mirko war nah Richtung Wasser gerückt – der Wels kämpfte, wollte nicht gefangen werden. Nicole Pittelkow stand hinter ihrem Lebensgefährten, um ihn notfalls am Arm zu packen und auf dem Land zu halten. Mirko Schweiß zog den Fisch aber an Land, beziehungsweise verfrachtete er ihn in den Kescher und wuchtete das 23,5 Kilogramm schwere Tier an Land.

»Der passt aber nicht in den Eimer«, stellte seine Freundin fest. »Ich habe Mirko gefragt, was wir denn jetzt machen sollen«, erzählt Nicole Pittelkow. Mirkos Eltern sollte sie anrufen – mitten in der Nacht. Ausgestattet mit dem kleinen Wäschekorb rückte das Ehepaar Schweiß also zur Hilfe an.

Auf Eis und Kühlakkus wurde der Fisch zwischengelagert und die Familie wartete auf den nächsten Tag. Gestern ging es dann zum Vermessen und Wiegen im Angelcenter Löhne. »Ich will mir schließlich den Pokal für den größten Raubfisch sichern«, erklärt Mirko Schweiß, der Mitglied im Angelverein Löhne ist. Günter Dobras vom Angelcenter und Mitglied des Vereinsvorstandes habe ihm zugesichert, dass er auf der sicheren Seite sei, was dieses Vorhaben betreffe. Bislang habe niemand einen größeren Fang in diesem Jahr gemacht.

Danach wurde das Pracht­exemplar an Fisch – Welse wachsen übringes ihr Leben lang – mit Hilfe des Onkels filetiert und in Portionsgrößen eingefroren. Denn so viel Fisch auf einmal könne wohl niemand vertilgen.

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