Green Fair Planet animiert Besucher des Frühjahrsmarktes zur Zubereitung gesunder Gerichte Alles dreht sich um frisches Gemüse

Bad Oeynhausen (WB). »Aus frischem Gemüse lassen sich ganz einfach gesunde und leckere Gerichte zaubern.« Diese Botschaft vermittelte am Sonntag eine Schnippelparty. Sie war Bestandteil des Frühjahrsmarktes in der Innenstadt.

Von Malte Samtenschnieder
Trotz Temperaturen im einstelligen Bereich zieht es am Sonntagnachmittag viele Besucher zum Frühjahrsmarkt in der Innenstadt – anders als zuvor am verregneten Samstag.
Trotz Temperaturen im einstelligen Bereich zieht es am Sonntagnachmittag viele Besucher zum Frühjahrsmarkt in der Innenstadt – anders als zuvor am verregneten Samstag. Foto: Malte Samtenschnieder

Mit der Resonanz ist Elisabeth Schmelzer zufrieden. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern vom Verein Green Fair Planet aus Minden hatte sie die Schnippelparty auf dem Platz vor der Auferstehungskirche organisiert. »Ich freue mich, dass morgens beim Kleinschneiden ganz unterschiedlicher Gemüse- und Obstsorten bereits etwa 120 Teilnehmer dabei waren«, sagte Elisabeth Schmelzer dem WESTFALEN-BLATT. Alle hätten eigene Küchenmesser und Schneidebrettchen dabei gehabt. Das sei ganz wichtig, um mit den unterschiedlichen Gemüse- und Obstsorten auf Tuchfühlung gehen zu können.

»Es ist mir ein großes Anliegen, den Fokus der Verbraucher auf saisonale landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Region zu richten«, sagte die Green-Fair-Planet-Aktivistin. Sie nehme es nicht hin, dass immer mehr Menschen Obst und Gemüse im Supermarkt kauften, nachdem es oft lange Transportwege hinter sich habe. Elisabeth Schmelzer: »Ich möchte, dass wieder mehr Menschen die heimischen Wochenmärkte besuchen und dadurch auch die Arbeit der Landwirte aus der Region würdigen.«

Um die Verarbeitung eines Großteils des kleingeschnittenen Obstes und Gemüses kümmerte sich gestern Florian Kliem. »Wir befinden uns gerade in einer sehr schwierigen Jahreszeit«, erläuterte der Profi-Koch. Einerseits sei ein Großteil der vorhandenen Vorräte bereits aufgebraucht. Andererseits sei es bis zur nächsten Ernte noch einige Zeit hin. Das spiegele sich auch bei den verwendeten Zutaten wider. So zauberte Florian Kliem etwa aus Bohnen, Birnen und Spinat einen leichten Salat. Auf den Einsatz von Gewürzen verzichtete er dabei weitgehend. »So kann man Obst und Gemüse besser durchschmecken«, sagte der Koch. Eine Philosophie, die Besucher Hans Kröger teilte. »Der Salat schmeckt lecker«, sagte der Bad Oeynhausener, nachdem er die Kreation probiert hatte.

Einen Teller Blindhuhn-Suppe ließ sich Anita Kappelt aus Bünde schmecken. »Heute haben wir den Eintopf aus weißen Bohnen, Möhren, Kartoffeln und Lauch zubereitet«, sagte Renate Kruse von Green Fair Planet. Sonst gehörten Äpfel und Birnen mit hinein. Es sei auch möglich, Fleisch zu ergänzen.Wer etwas Süßes probieren wollte, konnte sich bei Susanne Schnake mit »armen Rittern« aus Weißbrot, Eiern, Zucker und Zimt stärken. Eine eiweißreiche Delikatesse hatte Birgit Brinkmann im Angebot: Auf halbierten hartgekochten Eiern servierte sie selbst gemachten Brennnessel-Kaviar.

Doch nicht nur die Angebote des Vereins Green Fair Planet zogen am Sonntag viele Besucher an. Zwischen den Verkaufsständen entlang des Kurparks war der Andrang in den Nachmittagsstunden so groß, dass es schwierig war, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Gleiches galt für den Inowroclaw-Platz: Zum einen, weil der Kunsthandwerkermarkt die Besucher zum Verweilen einlud, zum anderen, weil viele auf den Sonnenterrassen der angrenzenden Gastronomiebetriebe eine Mittagspause einlegten.

Für zahlreiche Besucher nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in Eidinghausen und im Werre-Park sorgte der verkaufsoffene Sonntag. Viele Gäste aus Bad Oeynhausen und Umgebung nutzten den Nachmittag für einen ausgiebigen Einkaufsbummel. Nicht so erfolgreich verlief dagegen der erste Tag des Frühjahrsmarktes in der Innenstadt. Niedrige Temperaturen und Regen machten Besuchern und Standbetreibern am Samstag einen Strich durch die Rechnung. Elisabeth Schmelzer ist mit der ersten Teilnahme von Green Fair Planet zufrieden: »Wir haben viele Komplimente bekommen.«

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