Basketballherren und -damen landen Siege gegen Schalke 04 Volle Punktzahl für den VfL

Schlangen (WB/SZ). Die volle Punktausbeute sicherten sich die Basketballer des VfL Schlangen am Wochenende. Sowohl die Oberliga-Herren als auch die Landesliga-Damen fuhren deutliche Siege ein.

Von Hendrik Köplin
Mit voller Konzentration haben die Schlänger Basketballer auch Schalke 04 geschlagen.
Mit voller Konzentration haben die Schlänger Basketballer auch Schalke 04 geschlagen. Foto: Felix Jonas

Oberliga Herren

VfL Schlangen – FC Schalke 04 II 74:61 (39:36)

Dass Teambasketball Spiele entscheiden kann, zeigten die Herren des VfL. In einer gut gefüllten Rennekamphalle geriet das Team zunächst in Rückstand, doch ließen sich die Schlänger Korbjäger davon nicht irritieren und schlugen zurück. Unter dem Brett dominierte Center Jakob Müller das Geschehen. Bemerkenswert darüber hinaus war die Leistung von Nils Brockmeier, der zweimal hintereinander, trotz engster Verteidigung durch Schalkes Profi-Spieler Bryant Allen, per Dreier erfolgreich war. So lag Schlangen nach dem ersten Viertel mit 22:14 vorn.

Brockmeier und Müller führten die VfLer auch im zweiten Viertel an. Brockmeier traf zwei weitere Dreier und Müller zeigte weiterhin Präsenz unter dem Korb.

Doch Schalke konnte sich stets auf Allen verlassen. Immer wenn sein Team ihn brauchte, war der Amerikaner da, traf wichtige Würfe oder spielte seine Schnelligkeit aus. So hielt er Schalke stets in Schlagdistanz, die mit einem 6:0 Lauf auf einen Halbzeitstand von 39:36 verkürzten.

Nach dem Seitenwechsel waren beide Teams leistungsmäßig gleichauf. Während der VfL hochklassigen Teambasketball zeigte, verließen sich die Schalker auf die One-Man-Show ihres Starspielers. Elf von 13 Schalker Punkten gingen in diesem Viertel auf Allen. Doch der VfL konnte seinen Vorsprung auf 54:49 ausbauen, auch weil Müller nicht zu halten war.

Mit einem 8:2-Lauf zum Start des Schlussabschnitts brachte sich das Team von Trainer Kleine endgültig auf die Siegerstraße. Selbst als Schalke noch zweimal per Dreier traf, hatte der VfL die passende Antwort parat. Ein Huchtmann-Treffer und ein weiterer Dreier von Brockmeier sorgten für die 70:59 Führung. Entsprechend zufrieden zeigte sich Coach Andree Kleine nach dem Spiel: »Heute war mit Bryant Allen der beste Spieler der Liga zu Gast, aber es hat sich gezeigt, dass das bessere Team in der Lage ist auch gegen einen herausragenden Einzelspieler zu gewinnen.«

Durch den Sieg zieht der VfL in der Tabelle am FC Schalke 04 II vorbei und steht im gesicherten Mittelfeld.

VfL: Brockmeier (26), Müller (26), Huchtmann (10), Tatischwili (5), Löwen (2), Obayuwana (2), Peters (2), Jonk (1), Helzel, Köplin und C. Rethmeier

Landesliga Damen

VfL Schlangen – FC Schalke 04 46:35 (24:18)

Die Ergebnisse der Gäste ließen es erahnen, dass mit dem FC Schalke 04 ein äußerst defensivstarker Gegner wartete. Unbeeindruckt von dieser Spielweise ließen die Schlängerinnen den Ball im ersten Viertel ausgezeichnet laufen. 16 Punkte standen da bereits auf der Anzeigentafel, S04 schafften nur acht Zähler.

Der VfL musste sich jeden Punkt hart erarbeiten. Entsprechend waren die VfLerinnen darauf bedacht, in der Intensität nie nachzulassen. Und dazu waren Kim Huchtmann und Co. in jeder Phase bereit. Die Ansagen von Trainer André Helzel bezogen sich zur Halbzeit einzig auf die eigenen Stärken. Und der Erfolg gab ihm Recht. Der VfL startete einen 10:4-Lauf und lag fortan zweistellig in Führung. Dieser Abstand hielt, doch machte es Schalke den Gastgeberinnen in keiner Sekunde leicht. Wenn es etwas zu bemängeln gab, dann die Freiwurfquote. War sie im Spiel in Recklinghausen noch ein Garant für den Sieg, hätte sie gegen Schalke höher sein können. So dauerte es etwas länger, bis der VfL das Spiel für sich entschieden hatte. Das sollte aber bei der guten Stimmung in der Rennekamphalle eine Randnotiz bleiben, denn mit dem 46:35 Heimerfolg festigte der Aufsteiger seinen vierten Platz in der Liga.

VfL: Huchtmann (12), Otten (8), Flentge (6), Koch (6), Warm (4), Bockhoff (2), Hüls (2), Hopfauf (2), Kaese (2), Kurucz (2), Grenner und Schmidt

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