Staatsanwaltschaft Detmold wirft ehemaligem TBV-Lemgo-Geschäftsführer Untreue in 21 Fällen vor Strafbefehl gegen Zerbe beantragt

Detmold/Lemgo (WB). Die Staatsanwaltschaft Detmold hat im Dezember beim Amtsgericht Lemgo Strafbefehl gegen Volker Zerbe beantragt.

Die Staatsanwaltschaft Detmold hat gegen Volker Zerbe, ehemaliger Geschäftsführer des TBV Lemgo, Strafbefehl beantragt.
Die Staatsanwaltschaft Detmold hat gegen Volker Zerbe, ehemaliger Geschäftsführer des TBV Lemgo, Strafbefehl beantragt. Foto: Oliver Schwabe

Dem ehemaligen TBV-Lemgo-Geschäftsführer wird Untreue in 21 Fällen zum Nachteil des TBV Lemgo vorgeworfen. Er soll in der Zeit von Ende 2009 bis Anfang 2012 fast 200.000 Euro an einen anderen Beschuldigten ausgezahlt haben. Dieser hatte dem TBV tatsächlich nicht erbrachte Leistungen in Rechnung gestellt, unter anderem für nie gelieferte Telefonanlage über 97.000 Euro.

Zerbe, der selbst durch die Zahlungen nicht profitiert hat, hatte sich von dem weiteren Beschuldigten die Vermittlung von Sponsoren und eine Verbesserung der finanziellen Verhältnisse des TBV Lemgo erhofft. Konkrete Aussichten bestanden insoweit jedoch nicht, heißt es bei der Staatsanwaltschaft.

Das Amtsgericht Lemgo hat nun zu entscheiden, ob es den gegen Volker Zerbe beantragten Strafbefehl erlässt. Die Staatsanwaltschaft Detmold hat eine Geldstrafe von 14.400 Euro beantragt. Bei der Höhe des Antrages spielten insbesondere eine Rolle, dass der Angeschuldigte bei der Aufklärung mitgewirkt und sich zivilrechtlich mit dem TBV über eine Schadenswiedergutmachung geeinigt hat.

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