Handball-Oberliga: HSG-Keeper Wetzel hält und trifft Ein Sieg zum Abschied

Kreis Lippe (WB). Mit einem 31:27 (12:13)-Heimsieg gegen LIT Tribe Germania beendet die HSG Augustdorf/Hövelhof die Oberliga-Saison. Ab der nächsten Spielzeit geht die HSG eine Kooperation mit den Lemgo Youngsters ein und tritt in der 3. Liga an.

Von Markus Schlotjunker
Der überragende Torwart Robin Wetzel bejubelt sein zweites von drei Toren hintereinander. Wetzel wird auch im neuen Team im Tor stehen.
Der überragende Torwart Robin Wetzel bejubelt sein zweites von drei Toren hintereinander. Wetzel wird auch im neuen Team im Tor stehen. Foto: Markus Schlotjunker

Deswegen gab es nach dieser für die HSG historischen Partie auch reichlich Verabschiedungen. Dabei wurde auch klar, wer von der alten HSG einen Platz im neuen Team Handball Lippe finden wird, auch wenn dies (noch) nicht offiziell bestätigt wurde. Es sind lediglich Dominik Schmidt, Felix Bahrenberg und Torwart Robin Wetzel. Zudem bleibt HSG-Urgestein Udo Schildmann Co-Trainer und wird dabei vom langjährigen Kreisläufer Florian Hengsbach unterstützt.

Bevor aber am Samstagabend die Abschiedsreden gehalten wurden, gab es noch Handball zu sehen. Und was für einen. Die Gastgeber sorgten in den Schlussminuten für Begeisterung, als sie die Partie nach langem Rückstand noch drehten und letztlich klar gewannen. Torhüter Wetzel avancierte dabei zum Spieler des Spiels, als er mit einem Novum ganz allein für die Wende sorgte. Die HSG hatte ab dem 17:18 (37.) zurückgelegen, zwar in der Folge immer mal wieder den Anschluss, aber eben nicht den Ausgleich, geschafft, weil es neben Fehlwürfen auch zahlreiche Fehlpässe gab. Bis eben Wetzel, der wiederum stark hielt, die nötigen Treffer eben selbst erzielte. Nach einer erneuten Parade reagierte der Keeper blitzschnell und warf den Ball über den aufgerückten LIT-Torwart zum 23:24 ins gegnerische Gehäuse (49.). Als beim nächsten Angriff der Gäste der Ball daneben ging, schaltete Wetzel wieder sofort und überlistete seinen Kollegen auf der anderen Seite zum 24:24 (50.). Da tobte die Halle schon, aber es kam ja noch besser. LIT brachte nach einer Auszeit einen siebten Feldspieler und als es zu einem weiteren Fehlwurf kam, schnappte sich Wetzel den Ball und traf zur 25:24-Führung ins leere Tor. »Drei Tore hinterein­ander sind mir noch nie gelungen«, strahlte Wetzel. Der empfand es als »mutig«, dass LIT nach seinen ersten beiden Toren den Torwart ganz herausnahm. Zwar gingen die Gäste noch einmal in Führung, aber als auch Nico Schmeckthal ins leere Tor traf (28:27, 55.), brach die Gegenwehr zusammen und die HSG setzte zum Schaulaufen an. Dusan Maric erhöhte per Gegenstoß, von der Seitenlinie und per Kempa-Trick.

HSG: Wetzel (3), Weber – Gräser, Schmidt (1), Pritschet (2), Pieper (2), Bahrenberg (3), Weißbach (3), Maric (5/1), Janzen (3), Kirsch (4), Schmeckthal (3), Rumniak (1), Honerkamp (1)

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