In der Kalletaler Immobilie »Im Plaken« sind 38 Wohnplätze entstanden Neue Flüchtlingsunterkunft

Kalletal (WB). Mit dem Wegfall des »Fohlenhofes« in Bavenhausen hat die Gemeinde Kalletal 68 Unterbringungsplätze für Flüchtlinge verloren. In Langenholzhausen sind jetzt im »Plaken« nach dem Umbau der dortigen Immobilie 38 neue Plätze entstanden.

Von Reiner Toppmöller
Ratsmitglied Olaf Copony, Amtsleiterin Ewa Hermann, Ratsmitglied Jens Unshelm und Mario Hecker beim Rundgang.
Ratsmitglied Olaf Copony, Amtsleiterin Ewa Hermann, Ratsmitglied Jens Unshelm und Mario Hecker beim Rundgang. Foto: Reiner Toppmöller

Die Gemeinde habe dort handeln müssen, da laut Auskunft des Bürgermeisters mit etwa 80 neuen Zuweisungen in diesem Jahr zu rechnen sei. Nach den notwendigen Sanierungen im Haus sowie dem entsprechenden Umbau mit kleinen Räumen, den Gemeinschaftsküchen und den Toiletten ist das Haus jetzt vorgestellt worden.

Anlieger werden eingeladne

Die Anwohner sollen mit einem gesonderten Schreiben der Gemeinde in den nächsten Tagen zu einer Besichtigung, die für am Freitag, 20. Juli, terminiert ist, eingeladen werden.

Derzeit gibt es im Kalletal 303 Flüchtlinge. Die teilen sich wie folgt auf: 98 Flüchtlinge sind in Gemeinschaftsunterkünften wie die der jetzt neu in Langenholzhausen entstandenen, untergebracht. 42 Flüchtlinge leben in den von der Gemeinde angemieteten Wohnungen und 163 in selbst angemieteten Wohnungen. Bei der letzten Gruppe handelt es sich überwiegend um anerkannte Flüchtlinge. »Bemerkenswert ist«, so der Bürgermeister, »dass sich unter der Gruppe der asylsuchenden Menschen 99 schulpflichtige Kinder befinden.«

Umbau mit Minimalaufwand

Das Gebäude »Plaken« sei mit einem Minimalaufwand umgebaut worden. Dabei seien die Fenster sowie die gesamten Wasserleitungen und die Sanitäranlagen erneuert worden. Die neu entstandenen Küchen seien mit je zwei Küchenzeilen ausgestattet worden, hieß es bei dem Rungang weiter.

Das Haus verfügte ehemals über drei große Wohnungen, die jetzt zu drei Wohngemeinschafts-Einheiten umgebaut wurden. Die einzelnen Zimmer haben eine Größe von etwa neun Quadratmetern. Die ehemaligen Flure werden als Aufenthaltsräume genutzt. Insgesamt hat das Haus 700 Quadratmeter Grundfläche. Die Kosten für den angepassten Umbau und Erwerb liegen bei 290.000 Euro.

Familien mit Kinder

»Hier werden sicher nicht nur alleinstehende Männer untergebracht, wie es vor einem Jahr bei der Infoveranstaltung in der Schule verschiedentlich noch behauptet worden ist. Wir haben Familien mit Kindern unterzubringen. Das Gesetz schreibt vor, dass jugendliche Kinder Anspruch auf ein eigenes Zimmer haben. Wir können uns das zwar nicht aussuchen, gehen aber davon aus, dass das Haus mit diesen Familien besetzt wird«, sagte der Bürgermeister bei der Begehung des Hauses.

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