Jacobischule Kalletal und Stiftung Eben-Ezer arbeiten an Nistkastenprojekt Inklusion an der Werkbank

Kalletal (WB). Die Selbstverständlichkeit des Zusammenarbeitens von Menschen mit und ohne Behinderung haben Schüler der Jacobischule in der Ökologie-AG kennengelernt. Bei einem Inklusions-Projekt mit der Stiftung Eben-Ezer haben sie Nisthilfen für Vögel und Insekten gebaut.

Von Hannah Gebhard
Jugendliche der Jacobischule Hohenhausen und der Stiftung Eben-Ezer arbeiten gemeinsam an einem Projekt: Seit Winteranfang haben sie Nisthilfen gebaut.
Jugendliche der Jacobischule Hohenhausen und der Stiftung Eben-Ezer arbeiten gemeinsam an einem Projekt: Seit Winteranfang haben sie Nisthilfen gebaut. Foto: Hannah Gebhard

Jedes Jahr findet an der Jacobischule eine Ökologie-AG für die Schüler der neunten Jahrgangsstufe statt. Unter Leitung von Reinhard Sasse bearbeiten die Schüler dann ihre Projekte. Auch einige Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufe haben diesmal an einigen Tagen mitgemacht. Seit Beginn des Winters haben alle an den Nisthilfen gearbeitet und Insektenhotels und Nistkästen für Vögel gebaut. »Nisthilfen werden immer gebraucht. Damit helfen wir den Vögeln im Winter und geben ihnen Brutmöglichkeiten«, sagt Lehrer und Projekt-Leiter des Reinhard Sasse.

Kooperation hat Premiere

Besonderheit dieses Projektes ist in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen aus der Stiftung Eben-Ezer in Lemgo. Zum ersten Mal gibt es eine Kooperation zwischen der Jacobischule und der Stiftung Eben-Ezer. »Wir wollen den Jugendlichen die Selbstverständlichkeit der Zusammenarbeit näherbringen. Ihnen wird verdeutlicht, dass sich Menschen mit und ohne Behinderungen hervorragend ergänzen und super zusammenarbeiten können«, sagt Reinhard Sasse.

50 Nisthilfen gebaut

Zu Beginn des Projektes arbeiteten alle Teilnehmer in der Stiftung Eben-Ezer. Dort schliffen und bohrten die sechs Schüler der Jacobischule und die fünf Jugendlichen aus Eben-Ezer und trafen alle wichtigen Vorarbeiten. Danach arbeiteten sie in der Jacobischule weiter: Sie haben dort die Teile zusammengesetzt und so 50 Nisthilfen gebaut.

Vogel-Beobachtung

Die eine Hälfte der Nisthilfen soll in Eben-Ezer aufgehängt werden. »Wir wollen alle Kästen nummerieren und die Vögel dort genau beobachten. Dadurch erfahren die Jugendlichen die Nachhaltigkeit ihrer Arbeit«, erklärt Mark Bergmann, Erlebnispädagoge der Stiftung Eben-Ezer. Die anderen 25 Nisthilfen werden auf dem Gelände der Jacobischule aufgehängt oder auf dem AWO-Frühlingsmarkt im April in Hohenhausen verkauft.

Weitere Projekte geplant

Weitere gemeinsame Projekte zwischen der Jacobischule und der Stiftung Eben-Ezer sollen vorbereitet werden. »Das Arbeiten mit dem Holz und den Maschinen hat sehr viel Spaß gemacht. So helfen wir den Tieren und gleichzeitig der Umwelt. Besonders toll an diesem Projekt ist jedoch das Gemeinschaftliche. Wir haben diese Nisthilfen gemeinsam fertig gestellt«, freut sich Luca Berger, aus der neunten Jahrgangsstufe.

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