Firma Eggersmann eröffnet Büro in Kalletal-Varenholz Infozentrum zum Kiesabbau

Kalletal (WB). Die Weiterentwicklung der Kies-Förderungsgebiete in den Weserauen beschäftigt die Varenholzer seit einiger Zeit. Die Pläne zur Erweiterung liegen derzeit öffentlich aus. Die Einspruchsfrist endet Anfang März. Das Unternehmen H. Eggersmann GmbH & Co KG hat jetzt ein Informationsbüro eingerichtet. Es wird am Donnerstag, 1. März, um 16 Uhr eröffnet.

Kiesabbau an der Weser: Derzeit arbeiten die Beteiligten mit den Umweltverbänden in NRW und Niedersachsen einen Plan aus, der sich mit dem Nebeneinander von wirtschaftlicher Förderung vorhandener Resourcen und dem Naturraum befasst.
Kiesabbau an der Weser: Derzeit arbeiten die Beteiligten mit den Umweltverbänden in NRW und Niedersachsen einen Plan aus, der sich mit dem Nebeneinander von wirtschaftlicher Förderung vorhandener Resourcen und dem Naturraum befasst. Foto: Eggersmann/Zeisel

Zur Eröffnung sind alle an den Plänen beteiligten Vertreter von Kommune, Kreis, Heimatbund und Umweltverbänden sowie alle interessierten Bürger eingeladen. Das Info-Zentrum trägt den Namen »Naturpark Weserauen – Schloß Varenholz« und es befindet sich an der Varenholzer Straße 16, schräg gegenüber des Schlosses.

Gespräche mit den Umweltverbänden

Es werden Informationen über das neue Planungsgebiet bereitgehalten. »Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst«, sagt Michael Eggersmann, Geschäftsführer des Unternehmens. »Darum stehen Nachhaltigkeit und umweltschonendes Arbeiten bei der Gewinnung von natürlichen Rohstoffen der Firma Eggersmann ganz oben auf der Umgestaltung des beantragten Gebietes am Weserbogen.«.

Der Antrag zur Abtragung der Rohstoffe befindet sich noch im Verfahren. Währenddessen setzte die Firma Gespräche vor allem mit den Umweltverbänden in NRW und Niedersachsen fort. Gemeinsam planten sie eine neue Art der Förderung: »Statt eines großen und die Landschaft zerschneidenden ›Loches‹ soll nach diesen Plänen ein Gewinnungsgebiet entstehen, dass sich durch unterschiedliche kleine Seen, bewusst gestaltete Flutmulden und extensive landwirtschaftliche Fläche, wie beispielsweise Beweidung, hervorhebt«, teilt die Firma Eggersmann mit.

Flutmulden und flach angelegten Seen

Die Flutmulden und teilweise flach angelegten Seen würden so konzipiert, »dass sie ein mögliches Weserhochwasser mit aufnehmen können«. Die dazu geplanten »Seitenarme« der Weser könnten zusätzlich das Durchfließen des Flusses ermöglichen und so für ein deutlich geringeres Absetzen der Sedimente sorgen.

Für das alte Abtragungsgebiet lägen bereits Pläne zur Renaturierung vor. Im zukünftigen »Weserauenpark Lippe – Schloß Varenholz« soll es dann Bereiche geben die öffentlich zugänglich sind, aber auch Bereiche, die nicht mehr zugänglich sein werden.

Geplant ist darüber hinaus auch der Einsatz eines so genannten »Weserauen Rangers«, der für die neu entstehende Landschaft verantwortlich sein soll, der aber auch Führungen und Aktionen rund um den Naturschutz veranstalten werde.

Weitere Vorschläge willkommen

Das bisherige Abtragungsgebiet wird in etwa einem Jahr abgeschlossen sein. Bis dahin, so Michael Eggersmann, könnten durchaus, auch in Arbeitsgruppen, weitere intelligente Vorschläge eingebracht werden. »Ich habe genauso wie viele andere Menschen der Region neben den wirtschaftlichen Interessen natürlich ein ökologisches Interesse. Es ist ja auch meine Heimat, die wir hier hoffentlich im Einvernehmen neu gestalten«, sagt er abschließend. Das Info-Zentrum wird vorläufig jeden Donnerstag von 15 bis 19 Uhr für interessierte Besucher geöffnet sein.

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