Bauausschuss beschließt Änderungen bei anstehenden Sanierungen Bildungs-Campus nimmt Formen an

Kalletal (WB). Die Kalletaler Verwaltungsspitze hat sich zusammen mit Schulleiter Dr. Eike Stiller zu den vereinbarten Änderungen beim Abriss und der Sanierung der Gemeinschaftsschule sowie des geplanten Bürgerparks mit angrenzendem Bürgerzentrum geäußert.

Von Reiner Toppmöller
Die Planungen werden immer konkreter: So könnte das Gelände am Schulstandort Hohenhausen nach erfolgreicher Sanierung aussehen.
Die Planungen werden immer konkreter: So könnte das Gelände am Schulstandort Hohenhausen nach erfolgreicher Sanierung aussehen.

Auf der Bauausschusssitzung wurde nach der Vorstellung von drei möglichen Varianten durch das Architekturbüro BKS-Architekten mehrheitlich die Variante 2 bevorzugt. Es gab zwei Gegenstimmen (UKB/SPD) und eine Enthaltung (SPD). Die jetzt geplante Maßnahme liegt kostenmäßig mit rund 7,3 Millionen Euro im Mittelfeld und kann durch verschiedene Förderprogramme unterstützt werden.

Im Einzelnen sieht der Beschluss vor, dass die ISEK-Maßnahme »Einrichtung eines Bürgerbegegnungszentrums in der Gemeinschaftsschule einschließlich energetischer Sanierung« auf ein alternatives Raumkonzept sowie die Einrichtung eines Bürgerbegegnungszentrums beschränkt wird. Dazu soll das jetzige Verwaltungsgebäude abgerissen und neu gebaut werden. Teile des Gemeinschaftsschulgebäudes werden zurückgebaut und die verbleibenden Gebäudeteile werden saniert.

Von der Umnutzung der ehemaligen Fröbelschule zu einem Jugend- und Bürgerzentrum wird abgesehen. Es sollen lediglich Räume im Untergeschoss der Schule einer öffentlichen Nutzung zugeführt werden. Ein geplanter Umbau des Gebäudes erfolgt nicht.

Auf dem frei werdenden Gelände entsteht ein Mehrgenerationenpark

Die alte Grundschule wird abgerissen. Das frei werdende Gelände wie ein Teil der abgerissenen Gemeinschaftsschule wird in den Mehrgenerationenpark integriert, so dass der Abriss förderfähig wird. Die Aula soll unverändert zum Bürgerbegegnungszentrum umgebaut werden und wird in die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen integriert. Der Mehrgenerationenpark wird nutzungsstrukturell im für die Förderung nötigen Umfang, so kostengünstig wie möglich, ausgestaltet.

Die Architekten planen für die gesamte Maßnahme einen Zeitraum bis Ende 2019 ein. Dabei sind die Monate März bis Dezember 2018 für Planung und Ausschreibung vorgesehen. Die eigentliche Bauphase wird dann im Jahr 2019 stattfinden. Die Gesamtmaßnahmen einschließlich des Bürgerparks soll im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein.

Grundlage des Beschlusses ist, dass die PCB-Probesanierung aus dem Jahr 2017 erfolgreich war. Das Sanierungsziel wurde erreicht, so dass die betroffenen Gebäude grundsätzlich erhalten bleiben können. Aus wirtschaftlichen Erwägungen soll jedoch der nördliche Teil der Gemeinschaftsschule mit dem Verwaltungstrakt abgerissen werden. Ein Neubau soll den Verwaltungstrakt ersetzen. Die bereits energetisch sanierten Gebäude werden in den Innenräumen der Schadstoffsanierung unterzogen.

Fördermöglichkeit der PCB-Sanierung wird geprüft

Eine Förderung über ISEK-Mittel ist gegenwärtig im Bereich des Bürgerbegegnungszentrums und des Mehrgenerationenparks möglich. Inwieweit eine Förderung der gesamten PCB-Sanierung möglich ist, wird zurzeit noch geprüft. Die anstehenden Maßnahmen wurden in Gesprächen mit der Verwaltung und dem Schulleiter Dr. Eike Stiller erarbeitet.

In der Bauausschusssitzung nutzte Annegret Slotta die genehmigte Unterbrechung der Sitzung jedoch, um Kritik zu äußern. Ihr seien die Kosten viel zu hoch und das neue Verwaltungsgebäude zu klein geplant. Außerdem monierte sie die aufgeführten Honorarkosten.

Schulstandort soll attraktiver werden

Trotz des Hinweises des Bürgermeisters auf die Geschäftsordnung, dass sie als Nicht-Kalletalerin eigentlich keine Fragen stellen dürfe, wurden ihre Fragen vom Architektenbüro beantwortet.

Dr. Stiller nahm am Freitag Stellung: Er habe im Sinne der Schule an der Erarbeitung der Vorschläge mitgewirkt. Dr. Stiller sieht dem auch beschlossenen baubegleitenden Ausschuss positiv entgegen. Gleichzeitig fügte er hinzu, dass nun auch endlich die Nachfragen von Eltern, wie es mit der Schule weitergehe, beantwortet werden könnten.

In der Neugestaltung des Schulstandortes und den zukünftigen Begegnungsmöglichkeiten für alle Generationen sehen die Beteiligten nicht nur eine außergewöhnliche Attraktivierung des Schulstandortes, sondern möglicherweise auch ein Beispiel für das ganze Land, wie zukünftig Schule und Gemeinschaft zusammengebracht werden kann.

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