Kalletaler Gemeindevertretung ändert die Hundesteuersatzung Rat fördert den Tierschutz

Kalletal (WB). Der Kalletaler Rat hat bei seiner 33. Sitzung in der Sparkasse Hohenhausen über eine Änderung der Hundesteuersatzung entschieden. Wer ein Hund aus dem Vlothoer Tierheim Eichenhof oder dem Kalletaler Franziskushof aufnimmt, bleibt das erste Jahr steuerfrei. Als gefährlich geltende Tiere sind davon ausgeschlossen.

Von Frank Lemke
Sie freuen sich über die Entscheidung des Rates: Barbara (links) und Lutz Weitkamp von der Hundeschule Kalletal sowie die Tierphysiotherapeutin Marita Wehrhahn.
Sie freuen sich über die Entscheidung des Rates: Barbara (links) und Lutz Weitkamp von der Hundeschule Kalletal sowie die Tierphysiotherapeutin Marita Wehrhahn. Foto: Frank Lemke

»Wir hoffen, dass durch die neue Regelung mehr Hunde ein neues Zuhause finden«, sagte Ulrich Kellmer von den Grünen. Die Idee zu diesem Antrag hatten Lutz Weitkamp von der Hundeschule Kalletal und Marita Wehrhahn von der Kalletaler Pfotentherapie. Sie haben mit Bürgermeister Mario Hecker darauf angesprochen, dass andere Städte wie Lemgo oder Leopoldshöhe die Steuerbefreiung für das erste Jahr bereits eingeführt haben.

Überfüllte Tierheime

»Die Tierheime sind überfüllt. Vielleicht ist das ein Anreiz für den einen oder anderen, sich einen Hund zu holen“« sagte Barbara Weitkamp. Sie und ihre Kollegen vom Tierschutz freuen sich sehr über die positive Entscheidung des Rates.

Ingo Mühlenmeier von der UKB hatte in der Sitzung vorgeschlagen, den Passus auf Tierheime generell zu erweitern. Manfred Rehse von der SPD warf jedoch ein, dass der Rat mit dieser Entscheidung vor allem eigene Tierheime entlasten sollte.

Einmütige Entscheidung

Am Ende der Debatte entschieden die Ratsmitglieder mit einer Enthaltung, dass die neue Regelung für den »Tierschutzverein Vlotho und Umgebung e.V.« und den »Tierschutzverein Franziskushof e.V.« ab dem 1. Juli 2018 in Kraft tritt. Gefährliche Hunderassen sind davon ausgeschlossen. In der Regel gelten unter anderem Rassen wie Pitbulls, Bullterrier, Bulldoggen, Mastiffs, Mastinos und Rottweiler als gefährlich.

Pro Jahr werden für diese Tiere 540 Euro fällig, 675 Euro pro Hund bei der Haltung von zwei Hunden. Besteht er einen Wesenstest, wird dieser Betrag auf den Normalsatz reduziert. Der liegt bei 55 Euro. Bei zwei Hunden zahlen die Halter 70 Euro je Hund, bei drei Hunden 85 Euro je Hund.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.