Jahreshauptversammlung beim Landfrauenverband Stemmen-Varenholz-Erder Vorstand macht ein Jahr weiter

Kalletal (WB). Der Fortbestand der Ortsgruppe der Landfrauen in den drei Weserdörfern scheint vorerst gesichert zu sein. Während der Jahreshauptversammlung im Gasthof Brand in Stemmen erklärten sich die Mitglieder des bisherigen Vorstands bereit, als »Notvorstand« noch ein Jahr weiter zu machen.

Von Reiner Toppmöller
Sie suchen nach Lösungen für den Ortsverband (von links): Kreisgeschäftsführerin Lisa Warder und die Mitglieder des Notvorstands, Traudel Dörnert, Ingrid Distelhorst, Beate Scourse, Ilse Mannetter, Annegret Eickenjäger und Elke Böckstiegel.
Sie suchen nach Lösungen für den Ortsverband (von links): Kreisgeschäftsführerin Lisa Warder und die Mitglieder des Notvorstands, Traudel Dörnert, Ingrid Distelhorst, Beate Scourse, Ilse Mannetter, Annegret Eickenjäger und Elke Böckstiegel. Foto: Reiner Toppmöller

Die Zeit wollen sie und der Kreisvorstand nutzen, um nach einer Lösung für die derzeit verfahrene Situation zu suchen. »Schön wäre es natürlich, wenn wir hier vor Ort junge Frauen für finden würden. Aber es gibt auch schon ein Szenario, wenn es nicht klappt«, sagt Annegret Eickenjäger nach der kurzen, aber emotionalen Sitzung.

Unverständnis über neue Satzung

Schon im Vorfeld der Versammlung hatte festgestanden, dass die Vorstandswahl der Ortsgruppe Stemmen-Varenholz-Erder der Landfrauen problematisch werden würde. Die neue Satzung des Kreisverbandes, dass Vorstandsmitglieder nur noch bis zum Erreichen des 67. Lebensjahres vorsieht, stößt hier auf großes Unverständnis. Fast alle der im Ortsverband zusammengeschlossenen Frauen haben dieses Alter längst erreicht.

Nachfolge nicht in Sicht

Eine Nachfolge ist derzeit dort nicht erkennbar und deshalb gab es auch auf der Jahreshauptversammlung wieder heftige Diskussionen mit der Kreisgeschäftsführerin Lisa Warder. Sie war extra wegen der Neuwahl des Vorstandes gekommen. Ihre Argumentation, dass ein junger Vorstand auch junge Frauen in den Verband locke, stieß bei den Mitgliedern auf viel Widerspruch. »Dann scheiden wir eben aus dem Kreisverband aus« oder »Was kommt als nächstes? Dass über Achtzigjährige dann ausgeschlossen werden?«, lauteten einige der emotionalen Diskussionsbeiträge.

Mehr als die Hälfte der 64 Frauen, die im Ortsverband organisiert sind, waren zu der wichtigen Versammlung erschienen. Erst als klar wurde, dass der Vorstand um Annegret Eickenjäger noch eine Weile bleibt, beruhigten sich die Gemüter. »Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Das Problem bleibt und ich sehe da auch in den nächsten Monaten hier kaum eine Wendung«, sagte die Notvorstandsvorsitzende.

Strukturänderung möglich

Was dann bleibt, wäre eine Änderung in der Struktur der Ortsverbände. Aus den zwei Ortsgruppen im Kalletal, in Hohenhausen und an der Weser, könnte ein großer Ortsverband Kalletal werden, brachte sie im Gespräch mit dieser Zeitung einen denkbaren Vorschlag ins Spiel. Ob dies auf Gegenliebe bei den Mitgliedern ihrer Ortgruppe stößt, blieb vorerst offen. So lange wollen die »neuen Alten« im Vorstand erst mal weiter machen. Die nächste Veranstaltung ist am 24. Februar im Gasthaus Brand. Dann referiert Thorsten Böckstiel von der Löschgruppe zum Thema Brandschutz.

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