Im Detmolder Mordprozess spricht Angeklagter über den Tattag »Keine Erinnerung«

Detmold (WB/bex). Am dritten Verhandlungstag im Mordprozess vor dem Landgericht Detmold hat sich der 38 Jahre alte Angeklagte Daniel W. am Montag konkreter zum Geschehen geäußert.

Daniel W. mit Anwalt Christian Thüner.
Daniel W. mit Anwalt Christian Thüner. Foto: Ralf Meier

Er sei am Tattag mit seiner Ex-Lebensgefährtin Lorett K. (30) in Streit geraten. Im Verlauf des Streits habe sie dann plötzlich mit einem Messer in der Hand in der Küche gestanden. An die folgenden Ereignisse habe er keine Erinnerung mehr, er habe zuvor getrunken. Erst später sei er wieder zu sich gekommen, die damals dreijährige Tochter habe »Mama, Mama« gerufen – Lorett K. lag tot in der Küche. Danach habe er versucht, sich mit einem Messer selbst das Leben zu nehmen.

Daniel W. steht seit dem 17. Januar wegen Mordes vor Gericht. Der Industriemechaniker soll im August in Detmold-Pivitsheide seine Ex-Lebensgefährtin geschlagen und dann mit 14 Stichen und Schnitten getötet haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die junge Frau sterben musste, weil sie einen anderen Mann kennengelernt hatte.

W. hatte am ersten Verhandlungstag gestanden, Lorett K. (30), die Mutter des gemeinsamen Kindes, in deren Haus getötet zu haben. Die kleine Tochter hatte miterleben müssen, wie der Vater der Mutter die Kehle durchschnitt. Am Montag richtete W. Worte der Entschuldigung an die Familie des Opfers, an Bekannte und Freunde.

Heute wird es entgegen der ursprünglichen Planung noch kein Urteil geben. Weitere Zeugen werden gehört. Das Gericht hat einen zusätzlichen Verhandlungstag angesetzt: Der Prozess soll erst am 12. Februar enden.

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