Mordprozess vor dem Detmolder Landgericht gegen den Industriemechaniker Daniel W. beginnt Dreijährige erlebt Mord mit

Detmold (WB). Kein Zuschauerplatz war mehr frei, als um 9 Uhr vor dem Detmolder Landgericht der Mordprozess gegen den Industriemechaniker Daniel W. (38) begann. Er soll im August in Detmold seine Lebensgefährtin Lorett K. (30) verprügelt und dann mit 14 Messerstichen und Schnitten in den Hals getötet haben.

Von Christian Althoff
Beim Mordprozess war kein Zuschauerplatz mehr frei.
Beim Mordprozess war kein Zuschauerplatz mehr frei. Foto: Christian Althoff

Oberstaatsanwalt Christopher Imig: »Das Unfassbare an diesem Fall ist, dass die gemeinsame dreijährige Tochter bei der Tat im Haus war und wohl auch etwas mitbekommen hat. Jedenfalls hat das Kind, das jetzt in einer Einrichtung lebt, Verwandten gegenüber über die Tat gesprochen.«

Die Anklage geht davon aus, dass Lorett K. einen neuen Mann kennengelernt hatte und Daniel W. eifersüchtig war. Zum Prozessauftakt sagte der Angeklagte, er habe eine schwere Kindheit gehabt. »Ich bin in Bayern in einem Gefängnis zur Welt gekommen, in dem meine Mutter eine Strafe verbüßte.« Dann sei er mit seiner Mutter nach Bielefeld gezogen, wo er aufgewachsen sei.

Das Kind der Ermordeten, ihre Schwester, ihr Bruder und ihre Mutter sind Nebenkläger und lassen sich vor Gericht von Anwälten vertreten. Das Urteil wird möglicherweise Ende Januar gesprochen. Verteidiger Christian Thüner aus Herford las eine Erklärung des Angeklagten vor. Darin heißt es: »Ich würde mein Leben geben, um alles rückgängig zu machen. Ich muss immer daran denken, dass ich meiner Tochter die Mutter und den Vater genommen habe.« 

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