In Detmold entsteht für zwölf Millionen Euro ein Hochschulort der Kultur- und Medienwirtschaft – »einmalig in der Region« Ein Campus für Kreative

Detmold (WB). Es soll ein für OWL einmaliger, kreativer Studienort werden. In Detmold entsteht für zwölf Millionen Euro ein neues Hochschulgebäude als Initialzündung für das »Detmold Centre for Culture and Creativity« (DCCC).

Von Bernd Bexte

Das neue Zentrum für die Kultur- und Kreativwirtschaft will Lern- und Arbeitsplatz, Treffpunkt und Ausstellungsort für interdisziplinäre Aktivitäten mit einer engen Verbindung von Kunst und Wissenschaft sein. Die Fachbereiche Medienproduktion, Architektur, Innenarchitektur und Bauingenieurwesen der Hochschule OWL sollen dort gebündelt werden.

Für die Öffentlichkeit werden laut den Plänen wissenschaftliche Veranstaltungen, eine Sommerakademie, Festivals und Ausstellungen angeboten. Erster Schritt ist der Umzug des Fachbereichs Medienproduktion mit seinen 300 Studenten von Lemgo nach Detmold. Dafür entsteht am Altstandort der Hochschule OWL an der Bielefelder Straße in Detmold für zwölf Millionen Euro ein Neubau. Das Land übernimmt weitgehend die Finanzierung.

Im Idealfall ist 2018 Baubeginn

Die Stadt hat sich jetzt das 6300 Quadratmeter große Grundstück von Privateigentümern aus Niedersachsen auf Erbpachtbasis gesichert, um es der Hochschule zur Verfügung zu stellen.

Sie verspricht sich vom DCCC ein junges und kreatives Stadtquartier. Im Idealfall ist 2018 Baubeginn, die Fertigstellung dann zwei Jahre später. »Der jährliche Pachtzins liegt im fünfstelligen Bereich«, sagt Detmolds Technischer Beigeordneter Thomas Lammering. Neben der Stadt ist auch die Hochschule für Musik (HfM) in Detmold Kooperationspartner, unter anderem ab dem kommenden Wintersemester mit dem neuen Multimedia-Studiengang »Audivisual arts computing«.

Wissen in die Gesellschaft transferieren

Der dreigeschossige Neubau wird mit einem Hörsaal, Video- und Audiostudios sowie Seminar- und Gruppenräumen ausgestattet. Der Eingangsbereich soll ein Ort der Begegnung mit Ausstellungs- und Präsentationsfläche werden.

»Der Hochschule OWL ist es sehr wichtig, ihr Wissen auch in die Gesellschaft zu transferieren«, sagt Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident der Hochschule OWL. »Ein solcher Campus ist einmalig in der Region, ja darüber hinaus«, schwärmt Dr. Guido Falkemeier, Dekan des Fachbereichs Medienproduktion. Flächen für eine spätere Erweiterung seien vorhanden, aktuelle Pläne dafür gebe es aber noch nicht.

Das DCCC »in der traditionsreichen Kulturstadt Detmold« werde »zu einer höheren Sichtbarkeit der Region« beitragen, lobt NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) das Konzept.

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