Holocaust-Leugnerin muss für acht Monate in Haft – keine Bewährung Ursula Haverbeck wegen Volksverhetzung verurteilt

Detmold /Vlotho (WB). Die bereits mehrfach vorbestrafte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck ist am Freitag erneut verurteilt worden. Wegen Volksverhetzung soll sie für acht Monate in Haft. Das Amtsgericht Detmold sah keinen Grund, die Strafe auf Bewährung auszusetzen.

Die Holocaust-Leugnerin Haverbeck vor Gericht.
Die Holocaust-Leugnerin Haverbeck vor Gericht. Foto: Oliver Schwabe

Die 87-Jährige aus Vlotho soll in einem Brief an den Detmolder Bürgermeister Rainer Heller (SPD) behauptet haben, Auschwitz sei kein Vernichtungslager, sondern nur ein Arbeitslager gewesen. Hintergrund für den Brief war das Verfahren gegen den früheren SS-Wachmann Reinhold Hanning, der am 17. Juni vom Landgericht Detmold wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 170.000 Fällen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war.

Die Holocaust-Leugnerin stand bereits mehrmals wegen Volksverhetzung vor Gericht. Erst im vergangenen November wurde Haverbeck in Hamburg wegen Volksverhetzung zu einer zehnmonatigen Haftstrafe verurteilt. Weitere Verfahren gegen sie stehen in Verden bei Bremen sowie in Bad Oeynhausen an.