Sieben Sexualstraftaten in Landesunterkünften angezeigt – bislang keine nachgewiesen Übergriffe im Flüchtlingsheim?

Detmold (WB). In den Landesunterkünften für Flüchtlinge in OWL soll es  in diesem Jahr sieben aktenkundig gewordene sexuelle Übergriffe gegeben haben. Nachgewiesen ist bislang keiner.

Von Bernd Bexte
Nach einer angeblichen Vergewaltigung in einer Unterkunft in Detmold  (Foto) ermittelten Polizei und Staatsanwaltschaft.  Die Anklagebehörde hat das Verfahren  jetzt eingestellt.
Nach einer angeblichen Vergewaltigung in einer Unterkunft in Detmold (Foto) ermittelten Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Anklagebehörde hat das Verfahren jetzt eingestellt. Foto: Christian Althoff

Auf Anfrage der CDU listet  Landesinnenminister  Ralf Jäger (SPD)  NRW-weit 18  sexuell motivierte Gewaltdelikte in den Notunterkünften und Zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE)  des Landes auf. Vermeintlich gravierendster Fall in OWL war am 16. Juni, wie berichtet, die mutmaßliche Vergewaltigung eines 13-jährigen Mädchens aus Afghanistan  in der ZUE in Detmold. Das angebliche Sexualverbrechen war zunächst nicht bekannt geworden, das hatte für Diskussionen gesorgt.  

Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein

Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren mittlerweile eingestellt.  »Aufgrund der Zeugenaussagen ist nicht auszuschließen, dass es zum einvernehmlichen Verkehr gekommen ist«, sagt Oberstaatsanwalt Ralf Vetter. Zudem sei das Mädchen nicht 13, sondern 16 Jahre alt. Am 25. Juli soll  es in der ZUE  zu einer versuchten sexuellen Nötigung oder sogar Vergewaltigung von zwei 24 und 26 Jahre alten Männern gekommen sein, teilt das Ministerium mit. Dieser Vorwurf habe sich nicht bestätigt, erklärt die Polizei in Detmold.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Mittwochausgabe des WESTFALEN-BLATTS.