Nur eine Eingangsklasse an der Grundschule in Peckelsheim Sorge um Schulstandort

Willebadessen (WB). In der Sankt-Nikolaus-Grundschule in Willebadessen-Peckelsheim wird es im kommenden Schuljahr voraussichtlich nur eine Eingangsklasse geben. Diese Entwicklung könnte auch Einfluss auf die Zukunft der weiterführenden Schule in Willebadessen haben.

Von Daniel Lüns
29 Kinder werden zum Schuljahr 2018/2019 voraussichtlich in der Sankt-Nikolaus-Grundschule in Peckelsheim eingeschult. Das wird nicht ausreichen, um zwei Eingangsklassen zu bilden. Voraussichtlich wird es nur eine Klasse geben.
29 Kinder werden zum Schuljahr 2018/2019 voraussichtlich in der Sankt-Nikolaus-Grundschule in Peckelsheim eingeschult. Das wird nicht ausreichen, um zwei Eingangsklassen zu bilden. Voraussichtlich wird es nur eine Klasse geben. Foto: Daniel Lüns

Das hat Bürgermeister Hans Hermann Bluhm am Mittwochabend in der Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses erklärt. Dort sprach das Stadtoberhaupt über die Bildung der Schuleingangsklassen an den städtischen Grundschulen in Willebadessen und Peckelsheim im Schuljahr 2018/2019. »Leider haben wir in Peckelsheim zu wenige Schüler, um eine zweite Klasse zu bilden«, sagte Bluhm. Dort würden wohl nur 29 Kinder eingeschult.

Nur 29 Kinder werden eingeschult

Für die Klassenbildung sei am jeweiligen Standort die Anzahl der Schüler ausschlaggebend. Zwischen 15 und 29 Kindern sei eine Eingangsklasse zu bilden. Zwischen 30 und 56 Schülern seien zwei Klassen zu bilden, von 57 bis 81 Schülern werde eine dritte Klasse gegründet. »Daher wird es in Peckelsheim nur eine Eingangsklasse geben«, sagte Bluhm. In den vergangenen Jahren konnte stets mehr als eine Eingangsklasse gebildet werden.

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Für die Zukunft der weiterführenden Schule bedeutet das, das wir knapp dran sein werden.

Bürgermeister Hans Hermann Bluhm

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»Für die Zukunft der weiterführenden Schule bedeutet das, das wir knapp dran sein werden«, sagte der Bürgermeister weiter. Viele ehemalige Grundschüler würden ja voraussichtlich in Peckelsheim weiter zur Schule gehen. »Wir hoffen, den Schulstandort an sich über Jahre halten zu können.« Im Gegensatz zu Peckelsheim sei Willebadessen geburtenstärker. In der dortigen Grundschule »an den 7 Quellen« werden voraussichtlichen 66 Kinder eingeschult. Demzufolge sei dort die Gründung von drei Klassen festgelegt worden.

Attraktivität der Einrichtungen in Peckelsheim steigern

Die Stadtverwaltung versuche, die Attraktivität der Einrichtungen in Peckelsheim zu steigern. Unter anderem aus diesem Grund liege der Telekom ein Antrag vor, der Eggeschule einen Glasfaseranschluss zu legen. »Damit wären dort beide Gebäude angeschlossen, also auch die Grundschule«, erklärte der Bürgermeister.

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Ich sehe die Schulen in Willebadessen nicht gefährdet.

Schulrat Hubert Gockeln

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Hubert Gockeln (CDU) meldete sich in seiner Funktion als Schulrat zu Wort. »Ich sehe die Schulen in Willebadessen nicht gefährdet«, sagte Gockeln. »Selbst bei 23 Kindern wäre die Grundschule in Peckelsheim sicher. Und von diesen Zahlen sind wir noch weit entfernt«, ergänzte er.

Schulamtsleiter Stefan Gördemann erklärte in der Sitzung, dass die Einschulungszahlen aufgrund der demografischen Entwicklung zurzeit auf Talfahrt seien. Er gehe allerdings davon aus, dass die Talsohle in etwa zwei Jahren durchquert sei. »Im übernächsten Jahr haben wir wohl wieder mehr Kinder«, sagte er auf Nachfrage des WESTFALEN-BLATTES.

Für das Schuljahr 2020/2021 rechnet die Verwaltung für Peckelsheim wieder mit 32 Einschulungen, Tendenz steigend. »Aber diese Hochrechnungen sind immer auch ein Blick in die Glaskugel«, betonte der Schulamtsleiter. »Wenn eine einzige Familie mit Kindern weg- oder zuzieht, wendet sich das Blatt bereits.«

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