MdL Matthias Goeken (CDU) aus Brakel kritisiert Bahn und regionale Verkehrsunternehmen »Katastrophale Informationspolitik«

Höxter/Warburg/Brakel (WB). »Katastrophale Zustände bei der Informationspolitik der Bahn« prangert der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Goeken an.

Die Bahn ist in der Region (hier in Höxter) ein wichtiges Verkehrsmittel, das von allen Generationen genutzt wird.
Die Bahn ist in der Region (hier in Höxter) ein wichtiges Verkehrsmittel, das von allen Generationen genutzt wird. Foto: Harald Iding

Die Deutsche Bahn habe zwar nun – nach den schweren Stürmen im Herbst und im Januar – vollmundig angekündigt, dass es einen »Aktionsplan Vegetation« geben wird. »Leider ist aber nicht nur die Sperrung einer Strecke ein Ärgernis bei Reisen mit der Bahn, sondern auch die mangelnde Information an den Bahnsteigen und in den Zügen«, kritisiert Goeken. »Bessere Fahrgastinformationen sind das A und O eines gut laufenden Fahrbetriebes.«

Schienenersatzverkehr fehlt

Bei der Deutschen Bahn und den regionalen Verkehrsunternehmen lasse dies jedoch zu wünschen übrig. Darüber hinaus gebe es meist wenig bis keinen Schienenersatzverkehr sowie Informationen darüber, wann die Strecke wieder freigeben wird oder wie alternativ gereist werden kann. Goeken: »Ein besseres Notfallmanagement seitens der Deutschen Bahn und der Verkehrsunternehmen wären sehr wünschenswert, ist jedoch noch nicht zu erkennen. Im Ernstfall muss ein Krisenstab Bahn unverzüglich handlungsbereit sein.« Regelmäßige Kontrollen entlang der Bahntrassen etwa durch Drohnenflüge seien unerlässlich.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Goeken aus dem Kreis Höxter. Foto: sabrinity.com/Büro Goeken

»Schlangen an der Fahrgastinformation«

»Ich selbst bin Mittwoch in Hamm gestrandet und bekam keinerlei Informationen im Zug oder am Bahnsteig über die Möglichkeit einer Weiterreise«, schildert der Abgeordnete eigene Erfahrungen. »Die Schlangen an der Fahrgastinformation waren enorm. Auch heute Morgen hätte laut elektronischer Anzeige in Altenbeken die regional Bahn fahren müssen, was sie jedoch nicht tat und auch die nächsten Tage nicht tun wird. Bis heute sind noch zahlreiche Strecken in OWL durch wetterbedingte Schäden gesperrt oder maßgeblich gestört. Solch lange Streckensperrungen hat es in unserer Region selbst beim Orkan Kyrill nicht gegeben.«

Sträucher statt Bäume an den Trassen

Im Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe, sowie im Verkehrsausschuss des Landtags werde er dies zur Sprache bringen. Die Forderungen des Fahrgastverbandes »Pro Bahn«, nach dem Schweizer Modell zu verfahren und an den Trassenbegrenzungen Sträucher statt Bäume zu pflanzen, »unterstütze ich ausdrücklich«.

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