Schweckhausen: Bodenplatten aus Beton weichen – Planierung folgt Schlosssanierung schreitet voran

Willebadessen (WB). Die Sanierung des Schlossareals in Schweckhausen schreitet voran. Seit Montagmorgen, 8. Januar, ist auf der Fläche westlich des Schlosses ein Bagger im Einsatz. Dies ist der Auftakt für die Umgestaltung des Geländes, welches künftig als schmucker Platz die Besucher locken soll.

Von Daniel Lüns
Am Schloss Schweckhausen sind die Bagger angerückt. Auf dem Areal westlich des Schlosses werden nun Bodenplatten aus Beton entfernt. Anschließend soll das Gelände planiert und mit Mutterboden aufgefüllt werden.
Am Schloss Schweckhausen sind die Bagger angerückt. Auf dem Areal westlich des Schlosses werden nun Bodenplatten aus Beton entfernt. Anschließend soll das Gelände planiert und mit Mutterboden aufgefüllt werden. Foto: Daniel Lüns

Bagger entfernt Bodenplatte und Fundamentrese

An jener Stelle stand früher einmal ein Pferdestall. 2014 war das marode Gebäude abgerissen worden. Übrig blieben eine 15 Zentimeter dicke Bodenplatte aus Beton und Fundamentreste. Diese werden nun mithilfe des Baggers entfernt. »Endlich geht es am Schloss weiter – und zwar für alle sichtbar weiter«, sagt Ortsbürgermeister Heinz-Jürgen Schmitt über den Beginn der Arbeiten.

Zunächst wird die Betonplatte entfernt. Das Material wird zunächst grob zerkleinert und hinter dem bestehenden L-förmigen Gebäude zwischengelagert. »Die Bruchstücke können wir später zerkleinern und für die Gehwege wiederverwenden. Der Beton ist dann so fein wie Kies«, erklärt Schmitt. Nach dem Entfernen der Bodenplatte soll das Areal begradigt werden. Anschließend wird großflächig Mutterboden aufgetragen.

Alleecharakter soll entstehen

Die Firma Wigand aus Peckelsheim führt die Arbeiten aus. »Wir müssen gucken, was hier noch im Boden ist«, erklärt Manfred Wigand. Davon sei abhängig, wie lange die Arbeiten dauern werden. »Und das Wetter muss mitspielen. Mutterboden muss trocken eingearbeitet werden.« Etwa eine Woche plane er für die Tätigkeiten aber ein.

Dort, wo früher das Gegenstück des L-förmigen Gebäudes stand, sollen anschließend Bäume gepflanzt werden, ebenfalls in L-Form. Die Firma Thorsten Koch Gartenbau aus Borgentreich übernimmt diese Arbeiten. Aktuell misst er das Gelände in Schweckhausen aus und berechnet, wo die Bäume später stehen werden. 18 Linden sollen vor Ort in zwei Reihen gepflanzt werden. Zudem werden noch drei Linden am Mühlenweg entlang gesetzt. »So bekommen wir einen Alleecharakter«, sagt Thorsten Koch.

Die Bäume sind bereits etwa fünf Meter hoch und 15 Jahre alt. Sie sollen Ende Januar oder Anfang Februar eingepflanzt werden. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. »Der Boden muss dafür frostfrei sein. Und wir müssen das Gelände mit schweren Maschinen befahren können«, sagt der Fachmann. Zudem müssen vorab noch Pflanzlöcher in die Erde getrieben werden. Diese werden etwa einen Meter tief ins Erdreich ragen.

Im Sommer soll am bestehenden L-förmigen Gebäude gearbeitet werden

»Alleine das Pflanzen der Linden wird etwa eine Woche dauern«, erklärt Koch. Das Hantieren mit so großen und schweren Bäumen sei nämlich gar nicht so einfach. Kleine Pflanzen könne man übrigens nicht nutzen. Zum einen würde es viel zu lange dauern, bis die Bäume eine schöne Größe erreichen. Zum anderen sei es kaum möglich, mit Jungpflanzen eine schöne Allee herzurichten. Im Laufe der Jahre entwickelten sich die Pflanzen nämlich zu unterschiedlich.

Voraussichtlich im Sommer wird dann am bestehenden L-förmigen Gebäude gearbeitet. Der vorgelagerte alte Melkstall soll abgerissen, die Güllegruben entfernt werden. Auf der restlichen Brachfläche wird Rasen gesät, ein Kiesweg soll das neue Ensemble miteinander verbinden.

Derweil kommen die Sanierungsarbeiten am Turm an der Ostseite des Schlosses gut voran. Sie werden voraussichtlich Mitte Februar abgeschlossen sein.

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