Windpark Altenheerse: 14 alte sollen durch sechs leistungsstärkere Räder ersetzt werden Mehr Effizienz durch neue Anlagen

Willebadessen-Altenheerse (WB). Für 35 Millionen Euro will ein Investor in Altenheerse 14 bestehende Windkraftanlagen abbauen und gegen sechs leistungsstärkere austauschen. Jede der neuen Anlagen hat eine Leistung von 3,3 Megawatt und ist mit eine Gesamthöhe von 200 Meter etwa doppelt so groß wie die bestehenden. Die entsprechenden Pläne sind am Donnerstagabend im Rat Willebadessen vorgestellt worden.

Von Christian Geschke
Für 35 Millionen Euro will ein Investor in Altenheerse diese 14 bestehenden Windkraftanlagen abbauen und gegen sechs leistungsstärkere austauschen. Sollten alle Bedingungen für ein Repowering erfüllt werden, müssten die Anlagen inklusive Fundamente und Stromtrasse zurückgebaut werden.
Für 35 Millionen Euro will ein Investor in Altenheerse diese 14 bestehenden Windkraftanlagen abbauen und gegen sechs leistungsstärkere austauschen. Sollten alle Bedingungen für ein Repowering erfüllt werden, müssten die Anlagen inklusive Fundamente und Stromtrasse zurückgebaut werden. Foto: Christian Geschke

Im Jahr 2003 ist der aktuell bestehende Windpark in Altenheerse in Betrieb genommen worden. Auf einer Fläche von etwa 58 Hektar stehen 14 Windkraftanlagen mit einer jeweiligen Gesamthöhe von 100 Metern. Insgesamt werden dadurch 8,4 Megawatt Strom eingespeist. Der Eigentümer, die GLS Energie AG (Genossenschaftsbank mit Hauptsitz in Bochum) will die Fläche in Zukunft effizienter nutzen und strebt daher ein so genanntes »Repowering« an. »Durch diese Veränderung haben wir die Möglichkeit, den Windpark wirtschaftlicher zu betreiben«, sagte Diplom-Volkswirt Wilfried Schäfer, bei der GLS Energie AG zuständig für Bestandsmanagement und -entwicklung im Bereich Windenergie.

Ein Blick auf die Daten macht die Veränderung deutlich: So könnten mit den sechs neuen Anlagen insgesamt 19,8 Megawatt und damit mehr als doppelt so viel Strom wie bislang eingespeist werden.

Den Zeitplan für das Großprojekt erläuterte am Donnerstagabend Diplom-Ingenieur Ole Röhrdanz vom zuständigen Ingenieurbüro »Ineg« (Ingenieur-Netzwerk-Energie) den Willebadessener Ratsmitgliedern sowie einigen interessierten Zuhörern. So soll das Antragsverfahren in der kommenden Woche starten und die Genehmigung bis Ende des Jahres erfolgen, um das Projekt in 2017 umsetzen zu können. Dazu würden zurzeit Gutachten in den Bereichen Umweltschutz, Schall und Schatten angefertigt, wie Röhrdanz berichtete.

Er nutzte die Gelegenheit, um den Anwesenden Visualisierungen der neuen Anlagen und damit die optische Veränderung zu veranschaulichen. Dass die Höhe der neuen Anlagen die alten deutlich übersteigt, hänge damit zusammen, dass es sich bei dem Windpark in Altenheerse trotz exponierter Lage mit im Schnitt sechs Metern Wind pro Sekunde nicht um einen Top-Wert (ab sieben Metern aufwärts) handelt.

Pachtmodell für Eigentümer der Flächen

Außerdem sind am Donnerstag erste Bestandteile des geplanten Pachtmodells für Eigentümer der Flächen vorgestellt worden. So soll es nach den Worten von Wilfried Schäfer einen einheitlichen Vertrag für alle Eigentümer geben. Die Dauer könnte 20 Jahre plus eine Option auf weitere zwei mal fünf Jahre betragen. Weitere Einzelheiten sollen in den kommenden Monaten in einem dafür eingerichteten Sprecherkreis thematisiert werden. Hier können jederzeit auch Vorschläge diskutiert werden.

Sollten alle Bedingungen für ein Repowering erfüllt werden, müssten zunächst die 14 bestehenden Anlagen inklusive der gesamten Fundamente und Stromtrasse zurückgebaut werden.

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