»Arte Musica« begeistert Zuschauer – Spenden kommen Hospizbewegung zugute Musizieren für den guten Zweck

Warburg (WB/aho). Vier Damen, zwei Herren und mindestens 20 Instrumente brachten richtig viel Leben in die St.-Petri-Kapelle in Warburg. Das Ensemble »Arte Musica« schaffte das, was der erste Vorsitzende der Hospizbewegung, Engelbert Berendes, den etwa 80 Besuchern zu Beginn des Benefizkonzertes wünschte: Viel Vergnügen.

Das Ensemble »Arte Musica« hat etwa 80 Gäste in der St.-Petri-Kapelle in Warburg musikalisch unterhalten. Dabei kamen rund 20 Instrumente zum Einsatz.
Das Ensemble »Arte Musica« hat etwa 80 Gäste in der St.-Petri-Kapelle in Warburg musikalisch unterhalten. Dabei kamen rund 20 Instrumente zum Einsatz. Foto: Astrid E. Hoffmann

Dass es dazu kam, lag nicht nur an der Brillanz des Ensembles, sondern auch an Reinhard Borgiel. »›Arte Musica‹ war schon sechs Mal bei der Nacht der Lichter in der Altstadt-Kirche dabei. Bei einem Gespräch im Anschluss waren die vier Frauen sofort bereit, ein Benefizkonzert für den Hospizverein zu geben«, berichtete Reinhard Borgiel. Er und seine Ehefrau Angelika Borgiel sorgten für das nötige Drumherum und die Pausengetränke.

Starke Stimme der Frontfrau

»That‘s life« heißt das musikalische Programm der Musikerinnen Petra Fromme, Kathrin Junge, Irena Burmester und Bianca Schröder. Hans Dieter Müller aus Altenbeken spielte Saxophon und Klarinette. »Bei größeren Sachen bin ich mit von der Partie«, sagte er. An den Schlaginstrumenten wirkte der Warburger Musiker Georg Rose mit.

»Wir stimmen sie gleich einmal mit dem Einstimmen der Instrumente ein«, sagte Petra Fromme, die den musikalischen Nachmittag mit Esprit, großen und kleinen Weisheiten und spannenden Informationen zu den Liedern moderierte. »Wenn sie hier herauskommen, haben sie das Leben im Griff«, war ihre Überleitung zum Startlied: »That‘s life« von Frank Sinatra.

Bereits hier offenbarte sich die starke Stimme der Frontfrau und die Virtuosität aller an den verschiedenen Instrumenten. »What a wonderful world« von Louis Armstrong folgte und erwärmte wohl schon die Herzen der Zuhörer, was die Heizung in der Kapelle leider nicht schafft.

Feuer, Lust und Leidenschaft

Dann ging es mit Feuer, Lust und Leidenschaft zum »Tango Casablanca«, aber nicht um dort zu verweilen, sondern um gleich Gemütlichkeit mit »Bär Balu« zu genießen. »Es wird jetzt richtig schön«, kündigte Petra Fromme den Titelsong aus dem Film »Watership down« an. Und es stimmte: »Bright eyes« von Simon & Garfunkel war nah am Original.

Bei »Lord of the Dance« durfte und wurde mitgesungen. Dann folgte eine ruhige Nummer: »Schick du den Engel, der uns weiter trägt.« Die Ruhe hielt nur kurz, da brauste mit dem »Gypsy Train« schon Südstaaten-Flair durch die Kapelle. Laute Töne, leise Töne, Musikstil- und Instrumentenwechsel, man merkte jedem einzelnen Musiker die Freude am Musizieren an und der Funke sprang über.

Stücke von Coldplay und Pharell Williams wechselten sich mit ruhigem Gospel wie »In your arms« und dem irischen Stück »Touch the sky« ab. Nach einer kurzen Pause spielte »Arte Musica« zum Finale auf. »Always look on the bright side of life« spannte den Bogen des »That‘s life« – das ist das Leben – weiter.

Viel Publikumsunterstützung

Mit viel Publikumsunterstützung und einem wogenden Meer aus Plastikfolie, die Georg Rose und Hans Dieter Müller in Schwung brachten, ertönte »Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern.« Mit blauer Brille und einem T-Shirt mit der Aufschrift »Diva« gab es dann noch Selbstkomponiertes. »Alltagsdiva« erzählte von den Dingen, die Frauen vom Divendasein eher abhalten, mehr als gewünscht.

Mit der »Biene Maja« zeigten die Musikerinnen aus Schwaney noch einmal, dass sie Klassiker genauso drauf haben wie Tango oder Country und Salsa. Mit einem irischen »Still reeling« hieß es Danke und Auf Wiedersehen. Der lange Applaus wurde rasch von Zugabe-Rufen begleitet. »Wir hätten noch Bonusmaterial«, ließ Petra Fromme die Gäste wissen, »einen irischen Reisesegen«.

»Nehmen wir«, ertönte es aus dem Publikum. Und so ging es mit den schönen Worten »Bis wir uns Wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand« in den Abend hinaus. Der Lohn der Künstler war der Applaus, die Spenden sind für die Arbeit der Hospizbewegung.

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