100.000 Mitglieder – Sitz im Kloster St. Jakob von Sarug in Warburg Syrisch-orthodoxe Kirche in Deutschland erhält Körperschaftsstatus

Warburg/Düsseldorf (epd). Die syrisch-orthodoxe Kirche in Deutschland mit Sitz in Warburg (Kreis Höxter) ist ab sofort eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Mit einer Anhörung des Hauptausschusses im nordrhein-westfälischen Landtag sei am Donnerstag in Düsseldorf der neue Status anerkannt worden, teilte die Erzdiözese der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland in Warburg mit.

6000 Menschen besuchten 2016 das syrisch-orthodoxe Familienfest im Kloster St. Jakob von Sarug in Warburg.
6000 Menschen besuchten 2016 das syrisch-orthodoxe Familienfest im Kloster St. Jakob von Sarug in Warburg. Foto: Michaela Weiße

Religionsgemeinschaften, die als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt sind, erhalten steuerliche Vorzüge. Außerdem genießen sie eine Reihe anderer Privilegien, etwa das Recht auf konfessionellen Religionsunterricht an Schulen und die Berücksichtigung in Rundfunkgremien.

Das Oberhaupt der Erzdiözese, Erzbischof Philoxenus Mattias Nayis, sowie der Diözesanratsvorsitzende Davut Aslan begrüßten die Entscheidung der NRW-Landesregierung. Im Namen der gesamten Erzdiözese dankten sie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sowie der Landesregierung für diesen Schritt.

Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien in Deutschland zählt nach eigenen Angaben rund 100.000 Mitglieder, von den etwa 17.000 in Nordrhein-Westfalen leben. Sie gehört zu den altorientalischen Kirchen und hält ihre Liturgie bis heute auf Aramäisch, der Sprache Jesu Christi. Der Erzbischof der Kirche, Philoxenus Mattias Nayis, hat seinen Sitz im Kloster St. Jakob von Sarug in Warburg.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.