Gymnasium Marianum stellt Arbeiten aller Jahrgangsstufen im Hammerhof vor Beziehung von Mensch und Natur

Warburg (WB). Die Mensch-Natur-Beziehung in verschiedensten Kunstobjekten zeigt die aktuelle Ausstellung der Fachschaft Kunst des Gymnasium Marianum im Waldinformationszentrum Hammerhof.

Von Verena Schäfers-Michels
Auch die Schülerinnen (von links) Johanna Flörke (Klasse 10), Pauline Schafmeister (Q2) und Magdalena Flörke (Klasse 7) stellen ihre Arbeiten im Hammerhof aus.
Auch die Schülerinnen (von links) Johanna Flörke (Klasse 10), Pauline Schafmeister (Q2) und Magdalena Flörke (Klasse 7) stellen ihre Arbeiten im Hammerhof aus. Foto: Verena Schäfers-Michels

50 Werke aus allen Jahrgangsstufen

Zur Vernissage spielte die Pianistin Evelyn Reger. Die Schülerinnen Pauline Schafmeister und Madlin Nolte führten in die Ausstellung ein.

Aus allen Jahrgangsstufen, sowohl Grundkursen wie Leistungskursen, wurden rund 50 Werke von den Pädagoginnen Monika Kröger-Mertens, Anja Weiß, Sabine Friedrich und Birgit Kasten gemeinsam mit den jungen Künstlern ausgewählt. Sie sind bis zum 28. Februar im Ausstellungsraum und im Treppenhaus des Hammerhofs zu sehen.

Ist der Mensch Teil der Natur, der deren Vielfalt und Schönheit erkennt und für deren Erhalt und Schutz er sich einsetzt, oder bemächtigt der Mensch sich der Natur und tut ihr Gewalt und Zerstörung an, indem er sie nach seiner Vorstellung (ver)formt? Antworten auf diese Fragen zeigen die Schülerinnen und Schüler in ihren Zeichnungen, Malereien und ­Installationen.

Arbeiten der Oberstufenschüler weisen auf aktuelle Probleme hin

Impressionen von Eulen haben die Fünftklässler in Wasserfarben auf Papier gebannt. Aus großen gelben Augen schauen sie den Besuchern entgegen. Die Klasse 6 hat sich unter dem Titel »Über Stock und Stein« mit dem Thema ausein­andergesetzt. Zum Verweilen und Träumen laden die Meeresbilder der neunten Klassen ein.

Im Gegensatz dazu weisen die Arbeiten der Oberstufenschülerinnen der Leistungskurse auf aktuelle und grundlegende Probleme hin, indem sie beispielsweise Aspekte des Alterns visualisieren. So hat die 17-jährige Madlin Nolte zwei Selbstporträts angefertigt. Das erste zeigt sie selbst, wie sie zurzeit aussieht, während das zweite sie als alte Frau im Stil des spanischen Künstlers Francisco de Goya zeigt.

»Wie Goya habe ich starke Naturtöne benutzt und die Frau hässlich dargestellt, mit roten Augenringen. Der auffällige Schmuck und die Federn im Haar sollen von dem Gesicht ablenken«, sagt die Q1-Schülerin über ihr Werk.

Schüler modellieren Gefäße mit Tierelementen

Pauline Schafmeister hat eine Eidechse auf einem Stein als Motiv ausgewählt. Die 18-Jährige modellierte das Reptil sehr filigran und detailliert und dies, obwohl das Tierchen eine Größe von nur wenigen Zentimetern besitzt. Während sie den Stein in seinem hellen Naturzustand beließ, lackierte sie die Eidechse in einem zweiten Arbeitsgang in einem kräftigen, glänzenden Blau.

Die Keramikarbeit gehört zu den Ausstellungsstücken der Q2. Die Schülerinnen und Schüler ließen sich von der Picasso-Keramik inspirieren. »Der Schwerpunkt lag darin, Gefäße zu modellieren, die Tierelemente enthalten«, erklärt Kunstlehrerin Birgit Kasten. So entstanden unter anderem eine Schildkröte, ein Kugelfisch und eine Kobra.

Frank Florian Bitter vom Hammerhof freut sich über die nahe Zusammenarbeit mit den lokalen Bildungseinrichtungen. »Bereits im Sommer haben wir ein Teambuilding mit den 5. Klassen hier auf dem Hammerhof unternommen«, berichtet der Förster. An diesem Aktionstag erforschte er gemeinsam mit den Mädchen und Jungen den Wald vor Ort. Auch das »Wolfsprojekt« entstand in Kooperation mit dem Gymnasium Marianum.

Die Öffnungszeiten des Waldinformationszentrums Hammerhof sind dienstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

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