Orkan Friederike hält das Handwerk auf Trab Dachdecker im Dauereinsatz

Brakel (WB). Das große Aufräumen nach dem Orkan geht weiter. Für die Dachdecker im Kreis Höxter bedeutet das auch in den kommenden Wochen sehr viel Arbeit.

Orkantief Friederike hat vielerorts Dächer beschädigt– auch durch auf Dächer gestürzte Bäume.
Orkantief Friederike hat vielerorts Dächer beschädigt– auch durch auf Dächer gestürzte Bäume.

Bereits nachdem die ersten Schäden offensichtlich waren, liefen die Telefone bei den Mitgliedsbetrieben der Dachdecker-Innung Höxter-Warburg heiß. Spätestens am Tag danach waren dann alle Leitungen total überlastet. Und noch immer werden neue Schäden gemeldet, die erst jetzt sichtbar geworden sind.

Arbeit im Akkord

Für die Dachdecker heißt das: Arbeit im Akkord. Zum Teil wurden Mitarbeiter sogar aus dem Urlaub geholt, um die Lage in den Griff zu bekommen. Doch trotz Überstunden und Wochenenddienst können die 34 Innungsbetriebe im Kreis Höxter nicht jedem ihrer Kunden sofort helfen.

Geplante Baustellen müssen jetzt erst einmal zurückstehen. Die Betriebsinhaber bitten um Verständnis, wenn die Aufträge nach Dringlichkeit sortiert werden.

Hoffen auf Verständnis

»Sicherheit geht definitiv vor«, erklärt Obermeister Ralf Joppe, der mit seinem Betrieb Kanne Bedachungen in Warburg im Dauereinsatz ist. Auf vielen Dächern liegt noch Schutt, der nach wie vor eine große Gefahr darstellt.

Jörg Rauscher, der ebenfalls im Vorstand der Dachdecker-Innung aktiv ist, sieht ein weiteres Problem: »Alle zur Verfügung stehenden Arbeitsbühnen sind im Dauereinsatz. Zum Teil sind die Schäden nur auf diesem Wege gefahrlos erreichbar.«

»Eile mit Weile«

Es gibt aber auch noch weitere Probleme. »Manche Schäden sind selbst für routinierte Dachdecker eine Herausforderung. Gerade hier geht es nicht nur um die Sicherheit der Allgemeinheit, sondern auch um die Sicherheit unserer Mitarbeiter«, betont Dachdecker-Obermeister Joppe.

Es gelte jetzt also der Grundsatz »Eile mit Weile«. Auch, wenn das nicht immer im Sinne der Geschädigten sei. Das Dachdecker-Handwerk werde noch eine Weile brauchen, um alle Folgen des Orkans vollständig zu beseitigen.

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