7. Winterzirkus im Theresia-Gerhardinger-Berufskolleg Manege frei für eine starke Show

Warburg (WB). Die mit Popcorn gefüllten weißen Papiertüten knisterten am Donnerstagvormittag, als mehrere hundert Kinder dem Vorstellungsbeginn des 7. Winterzirkus im Theresia-Gerhardinger-Berufskollegs in Warburg-Rimbeck entgegenfieberten und sich die Wartezeit mit Naschen vertrieben.

Von Verena Schäfers-Michels
Atemberaubende Pyramiden hat die Gruppe »Sport aktiv« beim 7. Winterzirkus im Theresia-Gerhardinger Berufskolleg gebaut. Mehrere hundert Kinder erlebten die spannende Show, die Erzieherinnen und Erzieher einstudiert hatten.
Atemberaubende Pyramiden hat die Gruppe »Sport aktiv« beim 7. Winterzirkus im Theresia-Gerhardinger Berufskolleg gebaut. Mehrere hundert Kinder erlebten die spannende Show, die Erzieherinnen und Erzieher einstudiert hatten. Foto: Verena Schäfers-Michels

Als Zirkusdirektor Claas Dohmann zur Begrüßung in die Manege kam, klatschten die kleinen Gäste kräftig und riefen auf Anfrage laut, aus welchem Ort sie angereist waren. »Habt ihr denn die Clowns gesehen?«, fragte Dohmann, was laut bejaht wurde.

Zwei Aufführungen organisiert

Während der Direktor die Spaßmachen Flix, Flax und Flux (Benedikt Hasse, Nadine Schwender und Nicole Javais) suchte, die während der gesamten Vorstellung nur Quatsch machten, zeigten der Fakir (Marlon Müser), Aladin (Julian Augar) und der starke Ali (Nico Niemeyer), wie mutig sie sind, indem sie Schwerter schluckten, mit einem Fausthieb Steine zerschlugen und sich auf spitze Nagelbretter legten. Das sorgte für staunende Gesichter.

In den beiden Aufführungen, die jeweils eine Klasse des 2. Ausbildungsjahres der Fachschule für Sozialpädagogik in den Fachbereichen Bewegungserziehung und Projektunterricht vorbereitet und organisiert hatte, war die mit Pappsternen, Luftballons und Girlanden geschmückte Aula der Schule komplett gefüllt.

400 Kinder sehen die Show

Insgesamt 400 Kinder aus zehn Einrichtungen des Warburger und Waldecker Landes ließen sich von Jongleuren, Zauberern, starken Männern und zahlreichen anderen Präsentationen begeistern.

Erstmals dabei waren die Jungen und Mädchen der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) Borgentreich, mit der das Berufskolleg kooperiert. »Schon die Busfahrt von Borgentreich nach Rimbeck war für die Kinder total aufregend«, verriet Ehrenamtskoordinatorin Ellen Sickes-Lange.

Ausarbeitung dauert Monate

Die Belustigung der Kinder ist nicht das einzige Ziel des Projekts, dessen Ausarbeitung drei Monate in Anspruch nahm. »Nur wer selbst einmal Teil eines Zirkus gewesen ist, kann die besonderen pädagogischen Werte nachvollziehen und weitergeben. Diese Aufführungen sind ein großartiges Lernfeld für unsere angehenden Erzieher. Jeder kann und muss sich einbringen und seinen Beitrag zum Gelingen des Ganzen leisten«, erläuterten Schulleiter Hartmut Peter und seine Kollegin Christiane Leck.

Das Erfahren der eigenen Kompetenzen und Stärken an Kinder in unterschiedlichen Arbeitsfeldern weiter zu geben, sei Auftrag für jeden Akteur, sagte Hartmut Peter.

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