Ausstellung im Museum im Stern – Künstler übernimmt Einführung Bilder haben eigenen »Sound«

Warburg (WB). Die Ausstellung »Malstrom« wird am Sonntag, 28. Januar, im Warburger Museum im Stern eröffnet. Gezeigt werden 21 Arbeiten des Malers Dieter Laue aus Köln. Die Ausstellungseröffnung beginnt um 11 Uhr. Die Einführung wird der Künstler selbst übernehmen.

Franz-Josef Dubbi (links), Leiter des Museums im Stern, und Rainer Mues, Vorsitzender des Museumsvereins, zeigen das Werk »Crescendo« des Künstlers Dieter Laue. Es wird im Rahmen der Ausstellung »Malstrom« im ­Museum im Stern ausgestellt.
Franz-Josef Dubbi (links), Leiter des Museums im Stern, und Rainer Mues, Vorsitzender des Museumsvereins, zeigen das Werk »Crescendo« des Künstlers Dieter Laue. Es wird im Rahmen der Ausstellung »Malstrom« im ­Museum im Stern ausgestellt. Foto: Daniel Lüns

Dieter Laue wurde 1950 in ­Lüdenscheid geboren. Er absolvierte an der FH Köln, den ehemaligen Kölner Werkschulen, das Studium »Freie Malerei«. Das ­Studium schloss er mit dem Meisterschülerexamen ab.

Neben ­kulturellen Aktivitäten, wie die Gründung der Theater-Galerie »Atelier-Theater« und der Durchführung internationaler Ausstellungsprojekte, entwickelte er kontinuierlich seine ganz eigene Maltechnik.

Im In- und Ausland ausgestellt

Diese Technik stellte er auch bereits im In- und Ausland aus. Mit der Stadt Warburg ist Dieter Laue durch die katholische Landvolkshochschule Hardehausen verbunden, an der er mehr als 30 Jahre lang Malseminare leitete und ­Ausstellungen von Malschülern in der Galerie Hardehausen durchführte.

Dieter Laues Maltechnik beruht auf der Wechselwirkung von Wasser und Farbmaterie. Die Pigmente, aus denen Laue seine Farben selbst herstellt, lassen das auf die Leinwand gesprühte und herabrinnende Wasser nur in bestimmten Bahnen und Strukturen laufen.

Farbschichten als Dreiklänge

Farben sind dabei nicht nur Koloristik, sondern auch Grafik und die Pigmente sind nach ganz typischen Texturen und Bewegungsmustern unterscheidbar und einsetzbar. Sie machen den »Sound« von Laues Bildern aus. »Sound«, eigentlich ein Begriff aus der Musik, und Laues abstrakte Malerei orientieren sich an Prinzipien der Musik.

Die Farbschichten seiner Werke sind als Dreiklänge aufgebaut. Die Wasserströme gliedern das Gemalte in rhythmische Zusammenhänge, die Bildfläche steht für den Künstler analog zur Zeit, in der sich die Musik bewegt.

Bild wird zum Mitspieler

Seine Bilder entstehen wie frei improvisierte Musik aus dem Prozess und das sich unter dem Wasserfluss ständig verändernde Bild ist kein Objekt, sondern ein Mitspieler. Der Maler und das Bild improvisieren also.

Die Gäste der Ausstellungseröffnung wird Rainer Mues, Vorsitzender des Museumsvereins Warburg, begrüßen. Die musikalische Umrahmung wird Evelyn Reger übernehmen. Gezeigt wird die Ausstellung bis zum 25. Februar. Das Museum ist täglich, außer montags, von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.

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