Elsbeere hat im Sturm Äste verloren Nörder Wahrzeichen stark beschädigt

Warburg (WB/vsm). Ein rund 200 Jahre altes botanisches Juwel hat durch den Sturm »Frederike« stark gelitten: Mächtige Äste der Elsbeere, die am Bildstock »Lange Ricke« im Nörder Oberdorf (Stadt Warburg) steht, konnten den heftigen Böen nicht standhalten und sich abgebrochen. Die Elsbeere ist ein in der hiesigen Gegend sehr selten vorkommender Baum, so dass der Schaden nicht nur im Ort, sondern auch bei Forstleuten in der Region sehr bedauert wird.

Die Elsbeere am Bildstock »Lange Ricke« in Nörde ist durch den Sturm schwer beschädigt worden.
Die Elsbeere am Bildstock »Lange Ricke« in Nörde ist durch den Sturm schwer beschädigt worden.

»Gott sei Dank ist ein Hauptast der Elsbeere erhalten geblieben. Wir hoffen, dass wir den Baum trotz der Schäden die nächsten 50 Jahre halten können«, sagt Förster Martin Wagemann aus Rimbeck, der sich in den vergangenen Jahren sehr um die Weiterverbreitung dieser Bauart bemüht hat. Die abgebrochenen Zweige müssten beigeschnitten werden, um den Hauptast zu entlasten. Zudem müsse sichergestellt werden, dass an der offenen Stelle das Wasser ablaufen kann, so Wagemann. Bei ordentlicher Pflege könne die Elsbeere auf diese Weise erhalten werden.

2013 wurden aus der Nörder Elsbeere 60 Setzlinge gezogen

Aus der Nörder Elsbeere waren 2013 in einem Projekt des Waldinformationszentrums Hammerhof und der staatlichen Baumschule Bad Arolsen 60 Setzlinge gezogen worden. Alle Kindergärten im Stadtgebiet Warburg erhielten 2015 ein Bäumchen geschenkt.

Die Elsbeere der Kinderlobby Menne steht an der örtlichen Heimatstube und ist kaum einen Meter hoch – ein Indiz für das langsame und dichte Wachstum dieser Baumart.

Die Elsbeere hat ein sehr hartes Holz, schwerer als Eichenholz, das bei entsprechender Qualität gern für Designermöbel genutzt wird. Aus der Beere des schmucken Baumes, der im Herbst ein leuchtend rotes Laub trägt, lässt sich ein köstlicher Likör herstellen, für den Liebhaber tief in die Tasche greifen.

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